Ottfinger Sportjournalist setzt hochgelobte Magazinreihe fort

Mit Oliver Wurm zur Fußball-EM

WOLL Sauerland Oliver Wurm
Oliver Wurm beim WM-Finale in Rio vor dem Maracana-Stadion.

Seit dem 10. Juni rollt der Ball bei der Fußball-Europa-Meisterschaft in Frankreich. Im Nachbarland will die deutsche Nationalmannschaft zum vierten Mal nach 1972, 1980 und 1996 den EM-Titel holen. Drei prominente Fußballer haben es längst geschafft und dürfen sich Europameister nennen. Günter Netzer, Bernard Dietz und Oliver Bierhoff stehen für die Triumphe in Brüssel (1972), Rom (1980) und London (1996).

Das prominente Trio ziert auch das EM-Heft mit dem ungewöhnlichen Titel „72 80 96 16“. Mit dieser ambitionierten Publikation setzt der gebürtige Ottfinger Oliver Wurm seine hochgelobte WM-Serie fort. Das etwas andere Magazin ist seit dem 9. Mai auf dem Markt und liegt in eine Klarsichtfolie eingeschweißt am Kiosk bereit. Jedem Heft sind zehn Panini-EM-Sticker, ein herausnehmbarer Spielplan, ein Gutschein und ein goldfarbener Stift beigelegt.

Titel zum Ausmalen

Was sich für viele Nicht-Fußballer wie eine etwas zu lang geratene Postleitzahl liest, erschließt sich dem Fußballfreund sofort: Die ersten drei Zahlen stehen für die drei deutschen EM-Titel 1972, 1980 und 1996 und glänzen in Gold. Soweit ist es bei der „16“ (2016) noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Idee von Oliver Wurm: Bei einem Sieg der deutschen Nationalmannschaft im EM-Finale von Paris am 10. Juli soll der Leser die „16“ mit dem beigelegten Gold-Edding ausmalen. Das im Verlag Fußballgold in einer Auflage von 100.000 Exemplaren herausgebrachte EM-Magazin kostet am Kiosk 9,50 Euro.

Das Cover ist ein Hingucker. Der englische Illustrator Ben Kirchner hat die Europameister Günter Netzer, Bernard Dietz und Oliver Bierhoff Arm in Arm mit Weltmeister Thomas Müller gezeichnet. Der Torjäger des FC Bayern München wartet noch auf seinen EM-Titel. Neben ausführlichen Interviews mit den drei EM-Helden bieten die 132 Magazinseiten interessante Gespräche mit Per Mertesacker, Béla Rethy, Dieter Kürten, Daniel Cohn-Bendit und natürlich Thomas Müller. Ein ausführlicher Statistikteil und starke Fotostrecken runden das Heft ab.

Keine Angst vor neuen Ideen

Das Magazin zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist nicht das einzige Projekt des kreativen 46-Jährigen, der beim SV Ottfingen Fußball gespielt hat und seinem Heimatverein nach wie vor die Daumen drückt. Zusammen mit Alexander Böker erfand Oliver Wurm die Panini-Städtesammelbilder und hat halb Deutschland mit dem Sammelfieber infiziert.
Dabei hat der im Hamburger Schanzenviertel als selbstständiger Medienberater arbeitende Ottfinger, der seine ersten sportjournalistischen Schritte während der Fußball-WM 1990 bei der Westfalenpost Olpe machte, keine Angst vor neuen Ideen und scheut auch das wirtschaftliche Risiko nicht. „Solche Projekte sind vergleichbar mit einem Sprung vom Zehnmeterturm. Wo man erst im Flug schaut, ob auch Wasser im Becken ist“, sagte Oliver Wurm in einer Geschichte für das Hamburger Abendblatt.

Für das WM-Heft „54 74 90“ hatte Wurm im eigens dafür gegründeten Fußballgold-Verlag die drei Weltmeister Horst Eckel (1954), Bernd Hölzenbein (1974) und Guido Buchwald (1990) zusammengebracht, was terminlich gar nicht so einfach war. „Fantastisch, wie diese drei Fußballgrößen in die alten Zeiten eingetaucht sind“, freute sich Wurm über dieses gelungene Projekt.

Vom einmaligen Projekt zur Serie

Aus dem nur einmal geplanten WM-Heft ist eine Viererkette geworden. Dazu hat sich das EM-Magazin „72 80 96 16“ gesellt. Das dürfte nicht das letzte Hochglanzprojekt des ehemaligen Messdieners aus Ottfingen sein, der einmal Lehrer werden wollte. Zwischenzeitlich hat sich Oliver Wurm, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln Diplomsport und Publizistik studiert hat, am Neuen Testament in Magazinform versucht.

Von Rückschlägen lässt sich der 46-Jährige nicht entmutigen. In einem Interview mit dem Onlinemagazin „Vocer“ verriet Oliver Wurm, dass er 2014 mit Freunden nach Brasilien reisen wollte. Bei der Buchung der WM-Unterkunft wurden sie von einer Trickbetrüger-Bande reingelegt. Das Geld war weg. Während seine Kumpel zu Hause blieben, hatte der Ottfinger weiter Lust auf die Weltmeisterschaft, akkreditierte sich bei der FIFA als Journalist und erlebte den vierten deutschen WM-Titel vor Ort mit.

von M. Droste [Text], O. Wurm [Foto] und www.fussballgold.de [Foto]

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