Die Armenversorgung ist eine große Aufgabe der Borromäerinnen und für die Ordensschwestern ist sie Auftrag und Gelübde zugleich.
Um die notleidenden Menschen noch besser unterstützen und die Projekte weiter finanzieren zu können, wurde im November 2011 in Grafschaft der Freundeskreis der Borromäerinnen e.V. gegründet – mit damals 17 Mitgliedern.
Mittlerweile sind es 170 Mitglieder, die sich durch ihre finanzielle Hilfe für notleidende Menschen in Ägypten, Israel und Rumänien engagieren. „Zweck des Vereins ist die Unterstützung der uneigennützigen und barmherzigen Arbeit der Schwestern der Kongregation vom hl. Borromäus im Mutterhaus und deren Niederlassungen im In- und Ausland in ideeller und finanzieller Weise“, heißt es in der Satzung.
So konnten seit der Gründung des Freundeskreises einige Projekte realisiert werden. Dazu zählen neben der Armenversorgung in Alexandria und der Errichtung eines Alten- und Pflegeheims vor Ort auch der Aufbau einer Ambulanz in Kairo-Meadi und in Emmaus (Palästina) sowie eine Kinderbetreuung in Gioseni (Rumänien).
Projektmittel in Höhe von fast 80.000 Euro konnten bereits zur Verfügung gestellt werden. Für direkte Hilfe an Bedürftige und auch zur Existenzsicherung der Projekte und Einrichtungen.
„Nur wer dort war, kann sich ein Bild machen von der unvorstellbaren Armut und den Lebensverhältnissen in diesen Gebieten“, weiß auch Heinz-Dieter Neumann, 1. Vorsitzender des Freundeskreis.
Aber auch im Bereich Bildung und Weiterbildung werden Maßnahmen ergriffen, um den Kampf gegen die Armut wirkungsvoll zu unterstützen und so den Menschen dort ein besseres Leben zu ermöglichen.
Mit einfachsten Mitteln und unter schwierigen Bedingungen helfen die Ordensschwestern vor Ort, sei des bei der Betreuung, Bildung oder in der Alten- und Krankenpflege. „Wenn man sich überlegt, dass von einem Arzt etwa 300 Patienten an einem Tag behandelt werden, mit den wenig Mitteln und Arzneimitteln, die dort zur Verfügung stehen, macht das die Notwendigkeit von Hilfe deutlich“, erklärt auch Verwaltungsleiter Frank Schauff, der sich ein Bild der Lage vor Ort machte. Auch die hygienischen Bedingungen seien katastrophal.

Schwester M. Borromäa Jilg vom Mutterhaus in Grafschaft war erst vor wenigen Wochen in Rumänien und berichtete über die Schwierigkeiten in der Betreuung und Versorgung vor Ort, aber auch darüber, wie durch die Spenden des Freundeskreis Familien und Kinder unterstützt werden. „Jeder Euro kommt zu hundert Prozent an“, bestätigt sie. Und auch wenn bereits Vieles erreicht wurde, so sind die Aufgaben doch größer, als dass sie von den 170 Mitgliedern allein getragen werden könnten. Daher sollen weitere Mitglieder motiviert werden, um den Freundeskreis zu verstärken.

Ein besonderes Highlight ist daher im November geplant: Dem Freundeskreis ist es gelungen, das Heeresmusikkorps Kassel zu einem Benefizkonzert zu verpflichten. Das in aller Welt bekannte Spitzenorchester wird am 9. November ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Schmallenberg spielen. Unterstützt wird das Programm vom Jugendblasorchester Schmallenberg. Mit dieser musikalischen Veranstaltung soll ein weiteres Zeichen gesetzt werden. Zum einen erlangt der Verein weitere Bekanntschaft und macht auf sich aufmerksam, zum anderen kommt der Reinerlös dieses erstklassigen Konzerts der uneigennützigen Arbeit der Schwestern zugute, um weitere notwendige Maßnahmen gegen die Armut zu finanzieren.

Der Vorverkauf wird am 26. September 2016 starten. Vorverkaufsstellen sind die Volksbank Bigge-Lenne eG und die Stadtsparkasse Schmallenberg. Der Eintrittspreis im Vorverkauf beträgt 14 Euro, an der Abendkasse 16 Euro. Für Musikvereine wird es Sonderpreise von á 10 Euro geben.

Da das Heeresmusikkorps für dieses Konzert kein Honorar verlangt, wird sicher eine beträchtliche Summe zusammen kommen, die die Versorgung armer und kranker Menschen wieder ein Stück mehr ermöglicht.

Weitere Info über den Freundeskreis der Borromäerinnen Kloster Grafschaft e.V. unter www.kloster-grafschaft.com oder unter Tel. 02972-791-2250