Ijman El Haddad, ehemalige Schülerin der Realschule Sundern und Junior-Botschafterin (Parlamentarisches Patenschaftsprogramm) und Projektpate MdB Dirk Wiese.

„Es war eine unfassbar tolle Möglichkeit, die sich mir geboten hat. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Mit begeisterten Worten und auf lebendige Art und Weise schilderte Ijman El Haddad, ehemalige Schülerin der Realschule Sundern, ihr Auslandsstipendium in den USA. Die Schüler der Klasse 8b der Sunderner Realschule, Klassenlehrerin Gabriele Wahle und Projekt-Pate MdB Dirk Wiese hörten beeindruckt zu, als Ijman von ihren Erlebnissen in Ann Arbor/Michigan erzählte, wo sie bei Gasteltern lebte und die Highschool besuchte. Möglich wurde der zehnmonatige Aufenthalt durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) – ein Gemeinschaftsprojekt vom Deutschen Bundestag und dem US-Kongress, das jedes Jahr rund 350 Schülern und jungen Berufstätigen die Möglichkeit bietet, in Amerika als Junior-Botschafter für ihre Heimat zu fungieren.

Die 17-jährige Ijman El Haddad aus Sundern berichtete nicht nur von Football, Halloween, Pool-Partys und dem Abschlussball, sondern auch vom Amerikanischen Schulsystem, Patriotismus, tiefen Freundschaften und neu entdeckten Hobbies. Sie suchte nach Initiativen um sich sozial zu engagieren und arbeitete unter anderem in einem Secondhandladen oder half bei der Ernte auf einer Farm. „Ich habe viele Eindrücke gesammelt und konnte beim Austausch mit verschiedensten Menschen ganz neue Perspektiven kennenlernen. Das war einfach unbezahlbar“, betont Ijman.

„Wie eine Achterbahnfahrt“

„Die Zeit ist so schnell vorbeigeflogen, es war wie eine Achterbahnfahrt – und ich liebe Achterbahnen“, ergänzt sie lachend. „Für mich hat es sich gelohnt. Ich bin selbstbewusster geworden, konnte mich neu erfinden. Darauf bin ich stolz.“ Seit fünf Tagen ist Ijman zurück in Deutschland, wo ihr „alles so klein vorkommt.“ Und sie habe gemerkt, wie schön es im Sauerland ist. „Dieses saftige Grün…“ Nach den Ferien wird sie das Gymnasium besuchen, um ihr Abitur zu machen. Und dann? „Am liebsten studieren. Im Ausland“, lächelt Ijman. Zusammen mit Realschullehrerin Gabriele Wahle möchte sie die Schüler ermutigen, sich ebenfalls für das Stipendium zu bewerben: „Ergreift die Möglichkeit. Man kann nichts verlieren.“ Auch Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese, der Ijman während des Austauschjahres mit Rat und Tat zur Seite stand, appellierte an die Jugendlichen, die Chance zu nutzen. Bewerben können sich Schüler von Gymnasien oder Real- und Sekundarschulen zwischen 15 und 17 Jahren sowie Berufstätige bis 24 Jahre. Weitere Infos unter www.bundestag.de/ppp.

Beatrix Collins