Quelle: Maximilian Semsch/RuhrtalRadweg
Vom Hirngespinst zum Volltreffer
2006 eine höchst verwegene Idee: ein Radweg vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet. So sollte die Region auch für Radreisende bekannt werden. 23 Kommunen und fünf Kreise zogen dafür an einem Strang. Mit Erfolg: Heute gehört der RuhrtalRadweg zu den beliebtesten Radfernwegen Deutschlands.
Radfahren entlang der Ruhr in Sauerland und Ruhrgebiet? Was einst nur Stirnrunzeln hervorrief, ist heute eine Erfolgsgeschichte: Seit seiner Eröffnung 2006 hat sich der 240 Kilometer lange RuhrtalRadweg von Winterberg bis Duisburg zu einem der bekanntesten Strecken im Land entwickelt. Seit Jahren rangiert er in den Top-Ten der deutschen Radfernwege. Hochgerechnet haben Radler in den 20 Jahren seines Bestehens auf ihm schon 5.000 Mal die Erde umrundet.
Radweg fördert Tourismus
Und so glänzt der RuhrtalRadweg auch mit seiner wirtschaftlichen Bilanz: 2022 zählte die Ruhr Tourismus GmbH 1,12 Millionen Aufenthaltstage. Der touristische Umsatz entlang der Strecke lag bei rund 39 Millionen Euro. In Arnsberg etwa bringt der Radweg einigen Hoteliers jährlich 30 Prozent ihrer Gäste. Durch ihn ist das Tourenradfahren im Sauerland inzwischen touristisch mit dem Wandern auf Augenhöhe gerückt. Auch bei den Anrainern selbst ist der Radweg beliebt – etwa für Tagestouren oder den klimafreundlichen Weg zur Arbeit.
Um die Strecke zu feiern, gibt es via Social Media viele Jubiläumsaktionen. Jede Stadt pflanzt außerdem zur Erinnerung einen Baum. Radwandernde haben überdies die Möglichkeit, Bäume zu erradeln: Wer die gesamte Strecke absolviert, erhält als Belohnung Baumsetzlinge. Sie werden in Winterberg bei einem Pflanztag am RuhrtalRadweg in die Erde gebracht.
Neue Zielgruppen begeistern
20 Jahre Erfolgsgeschichte sind für die Radweg-Betreiber aber kein Grund, sich darauf auszuruhen: Damit die Strecke dauerhaft attraktiv bleibt, wird die Qualität des Weges weiterhin verbessert. An langen Wochenenden sollen zudem mehr Züge von Dortmund nach Winterberg fahren – möglichst auch mit mehr Stellplätzen für Fahrräder. Denn die Gelegenheit, mit der Bahn anzureisen, war und ist ein großer Vorteil für den Ruhrtalradweg. Er ist deutschlandweit außerdem der erste Radweg, der das TourCert-Siegel als nachhaltiges Reiseziel bekommt.
Darüber hinaus soll er künftig weitere Bevölkerungsgruppen anziehen. Lange standen kleine, radaffine Gruppen wie „Aktive Best Ager“ im Fokus. Der typische Radler ist hier im Schnitt 56 Jahre alt. Bald sollen aber nun auch verstärkt Familien mit Kindern über den Radweg rollen. Dafür müssen allerdings mehr kinderfreundliche Angebote entwickelt werden. Eine zweite neue Zielgruppe sind Menschen mit Migrationshintergrund, in deren Kultur Radurlaube bisher nicht verankert sind. Der Blick richtet sich außerdem auf jüngere, trendorientierte und urban geprägte Reisende, die im Urlaub innovative und individuelle Angebote suchen. Für sie könnte der RuhrtalRadweg eine gute Möglichkeit bieten, Aktivurlaub mit längeren Aufenthalten in spannenden Städten am Weg zu verbinden.
RuhrtalRadweg bestaat 20 jaar
In 2026 is de 240 km lange RuhrtalRadweg geopend die de recreatieve fietser door het Sauerland en het aangrenzende Ruhrgebied voert. Aan het begin van deze eeuw was het nog een idee, maar inmiddels behoort het fietspad langs de Ruhr tot de tien populairste fietspaden van Duitsland. Het voert de fietser stroomafwaarts van de bron van de Ruhr ten noorden van Winterberg naar zijn monding in de Rijn bij Duisburg. Onderweg wordt veelal overnacht in Arnsberg, dat zich inmiddels de „geheime“ hoofdstad van deze route noemt. Het grote voordeel is, dat men vanuit Duisburg met de trein terug kan reizen naar Winterberg (TB).


