Auf der Suche nach neuen Eindrücken

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Jana Geyer (v.l.n.r.). Ein Jahr lang helfen sie bei der Betreuung von Asylbewerbern und Geflüchteten. Foto: Hansestadt Attendorn
Die vier „Bufdis“ der Hansestadt sammeln jenseits der herkömmlichen Pfade völlig neue Erfahrungen (Max Vogt, Nadine Hamid, Johannes Feldmann und Jana Geyer (v.l.n.r.). Ein Jahr lang helfen sie bei der Betreuung von Asylbewerbern und Geflüchteten. Foto: Hansestadt Attendorn

Engagement für ein Jahr – Einblicke in andere Kulturen

Die vier „Bufdis“ der Hansestadt sammeln jenseits der herkömmlichen Pfade völlig neue Erfahrungen. Ein Jahr lang helfen sie bei der Betreuung von Asylbewerbern und Geflüchteten.

Seit kurzem sind alle vier „Bufdi“-Stellen im Attendorner Rathaus wieder besetzt. Über Langeweile können sich die Freiwilligendienstler in der Hansestadt wirklich nicht beklagen. Als sich die vier jungen Leute für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst – so die offizielle Bezeichnung – bei der Verwaltung bewarben, wussten sie schon, dass kein Tag wird wie der andere.

In erster Linie ging es den jungen Leuten auch darum, neue Eindrücke zu gewinnen. Der 20jährige Max Vogt aus Helden, der im vergangenen Jahr sein Abitur am St.-Ursula-Gymnasium gemacht hatte, bringt es auf den Punkt: „Ich wollte neue Kulturen kennenlernen und hilfsbedürftigen Menschen in einer Notlage zur Seite stehen.“ Neben der klassischen Büroarbeit ist er jetzt vor allem in der Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen tätig.

Gerade bei der Arbeit mit den Geflüchteten ist Nadine Hamid die optimale Ansprechpartnerin. Schließlich ist die junge Frau selbst aus Syrien geflohen und kann nun ihre Erfahrungen produktiv in die Arbeit einbringen und sprachlich vermitteln. Gerade als Bufdi in der Flüchtlingsarbeit gilt es, den Menschen bei der Anmeldung zu helfen, Schulplätze für die Kinder zu organisieren und sie bei Terminen bei der Ausländerbehörde zu unterstützen.

Jana Geyer, die sich auch im Jugendparlament der Hansestadt engagiert, hat in diesem Jahr ihr Abitur am St.-Ursula-Gymnasium bestanden. Sie war vor ihrer weiteren Ausbildung auf der Suche nach einer neuen Aufgabe: „In diesem Zusammenhang wollte ich auch neue Menschen treffen und neue Kulturen erleben.“ Da passte der 18-Jährigen die Möglichkeit des Bundesfreiwilligendienstes prima ins Konzept.

Genauso erging es Johannes Feldmann, dem es auch wichtig ist, seinen Erfahrungsschatz zu erweitern und völlig neue Einblicke zu gewinnen. Es ist die Neugier, die die vier Bufdis verbindet, ihre Lust, ungewohnte Wege zu gehen und mit Menschen aus anderen Kulturkreisen offen und freundlich umzugehen.

Sozialamtsleiterin Christiane Plugge ist sehr zufrieden dem Quartett: „Das Engagement der Bundesfreiwilligendienstleistenden geht weit über das erwartete Maß hinaus. Durch ihre Hilfe konnte und kann die Betreuung der Geflüchteten und der Asylbewerber in vielen Bereichen positiv verändert werden.“ Die derzeit rund 500 in Attendorn lebenden Geflüchteten werden von den vier jungen Helfern bei ihrer Integration umfassend betreut – unabhängig davon, ob sie bereits als Asylbewerber anerkannt sind oder nicht.

Seit 2014 greift das Attendorner Rathaus auf die Mithilfe von Bufdis zurück. Ein Jahr später erfolgte im Zuge der Flüchtlingskrise die Aufstockung der Zahl der Stellen von einer auf auf vier. Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 mit dem Ende der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes eingerichtet. Hier ergänzt er als dritte Säule des bürgerlichen Engagements das bereits bestehende Freiwillige Soziale sowie das Freiwillige Ökologische Jahr.

 

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