Schmallenberg. Etwa die Hälfte des insgesamt 84 km langen SauerlandRadrings und der 40 km langen HenneseeSchleife verlaufen auf alten Bahntrassen, führen durch Bahntunnel oder vorbei an zum Teil stillgelegten Bahnhofsgebäuden. Was also liegt näher, als diese Zeitzeugen der Bahngeschichte im Sauerland näher zu erläutern und die Bahnhistorie entlang des SauerlandRadrings darzustellen. 20 informative Tafeln an interessanten Punkten erfüllen seit einigen Jahren genau diesen Zweck. Sie wurden im Herbst dieses Jahres zum Teil neu aufgestellt und anlässlich des Jubiläumsjahres noch einmal ergänzt und überarbeitet. Material hierfür sammelten Franz-Josef Keite aus Eslohe, Mitglied im Arbeitskreis SauerlandRadring, und Klaus Meschede aus Köln als Eisenbahnfan. Viel Vorlaufzeit und Recherchen benötigten sie, um historische Bilder und Vorlagen sowie fundierte Informationen zusammenzutragen. Klaus Meschede, gebürtiger Saalhauser, Eisenbahningenieur und exzellenter Kenner der Eisenbahngeschichte im Sauerland, lieferte wertvolle historische Einzelheiten und Sachinformationen, die auf den Infotafeln verarbeitet wurden. Die grafische Darstellung wurde vom Arbeitskreis SauerlandRadring in Zusammenarbeit mit einer heimischen Werbeagentur erarbeitet. Die Organisation von Aufstellung und Austausch obliegt den jeweiligen Kommunen vor Ort. Für die Streckenabschnitte in Schmallenberg und Eslohe erledigten die Bauhöfe der beteiligten Kommunen diese Arbeiten. Der begleitende Flyer zum SauerlandRadring sowie der Webauftritt www.sauerlandradring.de greifen das Thema Bahnhistorie ebenfalls auf und komplettieren so die interessante Freiluftausstellung der Bahngeschichte im Sauerland, die sich Einheimische und Gäste entspannt erradeln können.

Radtourismus als Erfolgsfaktor

Die schon zehnjährige Erfolgsgeschichte des SauerlandRadrings wurde in diesem Jahr mit einigen interessanten Ausstellungen und einem großen Fest gefeiert. Der Arbeitskreis, die beteiligten Kommunen, Gastgeber und Gäste
sind sich einig, welchen Wert der SauerlandRadring darstellt und wissen die Bemühungen aller um dessen Ausbau und Erhalt zu schätzen. Die Erneuerung der Historieschilder sowie der noch erforderliche Lückenschluss im Lennetal sind zwei wichtige Bausteine zur Optimierung dieser beliebten Radstrecke. „Der Radtourismus hat mittlerweile herausragende Bedeutung in unserer Region.“, berichtet Tourismusdirektor Hubertus Schmidt, „Wir müssen unsere Bemühungen verstärkt darauf richten, dem Gast vom ersten Kontakt, über seinen Aufenthalt, bis hin zur Abreise, beste Qualität in allen Bereichen zu bieten. Dazu gehört selbstverständlich auch eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur an den Radwegen.“

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