„Tu es, Carl“. Mit diesen Worten ermunterte Auguste Zoellner im September 1927 ihren Gatten, einen rheinischen Geschäftsmann, eine kurzfristig stillgelegte Batteriefabrik in Brilon-Hoppecke zu übernehmen. Etwa 250 Arbeiter drohten, ihre Beschäftigung in dem 1920 gegründeten Werk zu verlieren. Noch als Aktiengesellschaft gegründet, übernahm die Familie Zoellner bereits 1936 alle Anteile der Accumulatorenwerke HOPPECKE und führt das Unternehmen heute durch Dr. Marc Zoellner in der vierten Generation.

In 90 Jahren HOPPECKE ist viel passiert. Geschichten über Menschen, Produkte und Ereignisse hat das Unternehmen jetzt in einer Online-Unternehmenschronik aufbereitet. Einige ehemalige Mitarbeiter halfen tatkräftig mit, indem sie alte Fotos heraussuchten und viele Geschichten von früher erzählten. So Wilhelm Schilling, der 1956 bei HOPPECKE in der Buchhaltung anfing und für seine Arbeit in der EDV zunächst noch einen Lochkartenkurs an der Volkshochschule besuchte. Er wusste die Möglichkeiten des international tätigen Unternehmens zu schätzen und war beispielsweise für HOPPECKE in Belgien, Frankreich und Spanien tätig. Als gebürtigen Hoppecker macht es ihn besonders stolz, dass das Unternehmen den schönen, kleinen Ort aus dem Sauerland auf der ganzen Welt vertritt.

Die Online-Chronik „HOPPECKE History“ zeigt Innovationen aus 90 Jahren, von einer speziellen Weidezaun-Batterie aus 1941 über einen zu einer rollenden Solartankstelle umgebauten Eiswagen aus den 1980ern bis hin zu den unterschiedlichsten Autobatterien, die viele Jahrzehnte einen wichtigen Geschäftszweig darstellten und zum Beispiel in den früher 1960er Jahren der Anlass für den Bau des Werkes südlich der Hoppecker Bahnlinie waren.

Bereits 1955 begann Rudolf Bunse bei HOPPECKE. Noch heute wohnt er in Sichtweite zum Werk und ist immer noch geringfügig Beschäftigt. Er war unter anderem Abteilungsleiter des Wareneingangs und Fertigungsleiter in der werkseigenen Metallhütte, daneben engagierte Rudolf Bunse sich als Brandmeister bei der Werksfeuerwehr und kümmerte sich um den Fuhrpark. In der Online-Chronik „HOPPECKE History“ finden sich einige Interviews mit Rudolf Bunse, so erzählt er beispielsweise von einer abenteuerlichen Dienstfahrt nach Sachsen kurz nach der deutschen Wiedervereinigung, HOPPECKE hatte 1992 die Zwickauer Batterie Fabrik übernommen. Seinem Arbeitgeber wünscht er, „dass das familiäre Miteinander so bleibt. Ich habe mich bei HOPPECKE immer sehr wohl gefühlt und bin bis heute mit dem Unternehmen und der Familie Zoellner verbunden.“

Viele Mitarbeiter bleiben HOPPECKE auch nach ihrem Berufsleben verbunden. Seit 1981 gibt es einen eigenen Pensionärsverein, der zum Beispiel einen jährlichen Ausflug sowie eine Adventsfeier macht. Derzeitiger Vorsitzender ist Rainer Dünschede, der 1968 vom damaligen HOPPECKE-Chef Claus Zoellner an einem Samstagnachmittag persönlich eingestellt wurde. Dünschede hatte einige Jahre in Köln gearbeitet und wollte gern zurück in die Heimat. Bei HOPPECKE hatte er eigentlich nur angerufen, um sich allgemein zu erkundigen. Auch diese Geschichte gibt es in der „HOPPECKE History“ zum Anhören. Für die Zukunft wünscht Rainer Dünschede dem Unternehmen HOPPECKE, „dass es weiterhin eine große Familie bleibt und alle Mitarbeiter Freude an ihrer Arbeit haben.“

(im Bild v.l.n.r.: Rudolf Bunse, Wilhelm Schilling und Rainer Dünschede vor der neuen HOPPECKE-History)

www.hoppecke-history.de 

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