Schmallenberg. Das Festival „Die Textile“ kann 2018 eine herausragende Ausstellung präsentieren: Unter dem Titel „Picasso – Kostüm und Textur“ werden in der Südwestfälischen Galerie des Museums Holthausen Grafiken des spanischen Ausnahmekünstlers gezeigt. Diese Ausstellung wird durch eine Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe und dem Kunstmuseum Pablo Picasso möglich. Bürgermeister Bernhard Halbe und Peter Vogt, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Schmallenberg, haben in Münster mit Dr. Rolf Gerlach, Präsident des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe und Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassenstiftung Kunstmuseum Münster, sowie Prof. Dr. Markus Müller, Direktor des Picasso-Museums, das außergewöhnliche Ausstellungsprojekt für das kommende Jahr verabredet.

„Unser Textilkunstfestival wird mit dieser außergewöhnlichen Ausstellung immens bereichert“, freuen sich Bernhard Halbe und Dr. Andrea Brockmann, Kuratorin des Festivals, über die Zusammenarbeit. Peter Vogt ergänzt: „Werke von Pablo Picasso auch in Südwestfalen zeigen zu können, macht uns stolz.“ Das Museum beheimatet eine weltweit einmalige Sammlung von 800
Picasso-Lithografien. Darin repräsentieren Werke aus der Welt des Zirkus, mit ihren vielen
unterschiedlichen Charakteren und Kostümierungen, von farbenfrohen Clowns über Hochseilartisten bis hin zu Dompteuren, für Picasso ein wiederkehrendes Bildthema, das ausgezeichnet zum Festival
„Textile“ in Schmallenberg passt. „Die Sparkassenstiftung hat sich das Ziel gesetzt, die kulturelle
Attraktivität der Region Westfalen-Lippe zu steigern. Dazu passt die Initiative der Stadt Schmallenberg, Werke aus dem Bestand des Picasso-Museums im Museum Holthausen zu zeigen“, unterstützt Rolf Gerlach die Zusammenarbeit.

Markus Müller und sein Mitarbeiter Alexander Gaude haben die Werke aus dem Werkbestand Picassos zum Thema Textil zusammengestellt. Dem Museumsleiter gefällt der Ausstellungsort im Museum Holthausen sehr gut: „Ein kleiner beschaulicher Ort. Auch Picasso hat abseits der Metropolen in der ländlichen Ruhe gearbeitet.“ Neben seiner Auseinandersetzung mit historischen Kleidungsstilen bildet Picassos künstlerischer Wettstreit mit seinem „Rivalen“ Henri Matisse, der kontinuierlich dekorative Stoffe als Inspirationsquelle verwandte, einen weiteren Aspekt der Ausstellung. In der berühmten lithografischen Folge „Die Frau im Lehnstuhl“ porträtiert der Künstler seine damalige Muse Francoise Gilot in einer Vielzahl von Zustandsdrucken, in denen er facettenreich die Textur der bestickten Jacke seines Modells variiert.

Picassos Freude an Verkleidungen, Maskerade und dem Spiel mit der eigenen Künstlerpersönlichkeit wird darüber hinaus in den Fotografien von David Douglas Duncan und Irving Penn für den Besucher erlebbar. Die Ausstellung mit über 50 Werken aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster vereint unterschiedliche grafische Techniken wie Lithografien, Linolschnitte und Radierungen und wird einen spannenden Einblick in Picassos künstlerische Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte der Mode werfen. Die Ausstellung wird im Rahmen der in Deutschland einzigartigen Triennale textiler Kunst am 4. Mai 2018 eröffnet.

Foto: Dr. Rolf Gerlach, Bürgermeister Bernhard Halbe, Peter Vogt und Prof. Markus Müller planen die Ausstellung „Picasso –“ Kostüm und Textur“ in Schmallenberg, die auch ein Bild aus der Serie „Frau im Lehnstuhl“ mit Picassos Muse Francoise Gilot zeigen wird.

Bildnachweis: SVWL

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