Wie bekommt man Jugendliche dazu, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen und diese zu diskutieren? Man veranstaltet eine Podiumsdiskussion mit den Wahlkreiskandidaten des HSK.
Nach dieser Idee konnte man jetzt am Städtischen Gymnasium Schmallenberg einer lebhaften Auseinandersetzung folgen. Die drei Grundkurse Sozialwissenschaften der Stufe EF unter der Leitung von Janina Kranefeld waren zuvor im Unterricht auf die Parteien, deren Programme und Aufgaben eingegangen und hatten einige wichtige Themen besprochen. Auch die Regeln einer Podiumsdiskussion wurden dabei berücksichtigt, sodass das junge Moderatoren-Team aus diesen Kursen die Debatte sicher leiten konnte.

Eingeladen zur Diskussion, die hinsichtlich der Landtagswahl im Mai nicht passender stattfinden konnte, waren Klaus Kaiser (CDU), Siegfried Huff (Die Linke), Jürgen Antoni (AfD), Verena Verspohl (Die Grünen), Hubertus Wiethoff (FDP) und Margit Hieronymus (SPD).
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellten sie sich den Fragen zu den Schwerpunktthemen Bildungspolitik, Innere Sicherheit und Gleichberechtigung.

„Die Bildungspolitik in NRW hat einen schlechten Ruf. Was wollen Sie dagegen tun?“ „Video-Überwachung an öffentlichen Plätzen – wie stehen Sie dazu?“ „Wie stehen Sie zur Gleichberechtigung etwa beim Thema ´Chancengleichheit und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften`oder `gleiche Bezahlung für alle`?“
Diese Einstiegsfragen und Denkanstöße zu den Themen bestimmten die Schüler, anschließend hatten die Politiker die Möglichkeit, ihr Parteiprogramm kurz zu erläutern und ihre Meinungen zu den Themen zu äußern. Und die gingen in einigen Bereichen gründlich auseinander.

Neben den drei SoWi-Kursen waren auch die beiden anderen Oberstufen-Jahrgänge mit ihren Lehrern an der Veranstaltung beteiligt. Die Schüler waren gut vorbereitet und vertraten selbstbewusst und kritisch ihre Meinung, sodass eine lebhafte Diskussion garantiert war. Die angesetzten 90 Minuten waren eigentlich noch zu kurz, um alle Fragen aus dem Weg zu räumen, doch die wichtigsten Standpunkte und Meinungen wurden sicher deutlich.
Die Politiker appellierten abschließend an die jungen Erwachsenen: „Gehen Sie wählen, denn das bedeutet mehr Freiheit und Selbstbestimmung“.

Am Städtischen Gymnasium war diese politische Veranstaltung die erste in der Art, aber sicher nicht die letzte.

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