Interview aus dem aktuellen WOLL-Magazin Schmallenberg/Eslohe  mit dem Autosuggestionsberater und -ausbilder Klaus Dieter Ritter

Der bekannte Fernsehmoderator und Arzt Dr. Eckhart von Hirschhausen hat im Oktober ein Buch mit dem Titel „Wunder wirken Wunder – Wie Medizin und Magie uns heilen“ veröffentlicht. Das Buch gibt uns einen heilsamen Blick auf die Wunderwelt der Heilkunst. In der Ankündigung dazu heißt es: „Die Wissenschaft hat die Magie aus der Medizin vertrieben, aber nicht aus uns Menschen. Welche Kraft haben positive und negative Gedanken? Wieso täuschen wir uns so gerne? Und warum macht uns eine richtige Operation manchmal nicht gesünder als eine vorgetäuschte? Der Placeboeffekt ist mächtig! Und wenn wir so viele Möglichkeiten haben, den Körper mit dem Geist zu beeinflussen – warum tun wir es so selten gezielt?“ Und Eckhart von Hirschhausen an gleicher Stelle: „Wunder wirken Wunder ist mein persönlichstes Buch. Ich erzähle Ihnen von meiner Reise durch das unübersichtliche Gebiet der Medizin und Alternativmedizin und verrate Ihnen, wie Sie gesünder durch ein krankes Gesundheitswesen kommen – mit dem Besten aus beiden Welten.“

Auf der Suche nach Hinweisen auf magische Momente und alternative Wege zur Heilung von Körper und Seele haben wir unter anderem Klaus Dieter Ritter getroffen, der vor einigen Wochen in Kirchhundem einen Vortrag und einen Workshop

„Selbsthilfemethode Autosuggestion nach Coué“ gehalten hat. In Zeitungen und Zeitschriften, auch im Sauerland, finden sich zahlreiche Berichte und Artikel über Klaus Dieter Ritter und die „Kraft des Unterbewussten“. Was hat es aber damit auf sich? Was genau steckt dahinter? Wir haben den Coué- und Autosuggestionsberater in Meschede-Löllinghausen getroffen und mit ihm gesprochen.

WOLL: Herr Ritter, Sie sind hörbar ein Schwabe. Was ist der Grund für Ihre regelmäßigen Aufenthalte im Sauerland?

Klaus Dieter Ritter: Für Sauerländer klingt meine Sprache schwäbisch, aber das Land, aus dem ich komme, heißt Baden-Württemberg und ich komme aus Baden, genauer aus Karlsruhe. Durch einen persönlichen Kontakt vor vielen Jahren bin ich ins Sauerland gelangt und wurde dann durch Weiterempfehlungen und freundliche Hinweise von Ort zu Ort weiterempfohlen, so dass ich heute von Brilon bis Olpe an sehr vielen Orten im Sauerland schon gewesen bin und meine Vorträge und Workshops abgehalten habe.

WOLL: Teilnehmer und Gäste Ihrer Workshops erfahren etwas über die Selbstheilungskräfte, die in jedem von uns stecken. Was genau darf man darunter verstehen?

Klaus Dieter Ritter: Unser Körper regeneriert sich jeden Tag von selbst. Wenn jemand krank wird, dann ist irgendwo im Körper ein Fehler passiert. Vielleicht haben wir Stress gehabt oder uns falsch ernährt. Oder wir haben einen Unfall gehabt oder etwas anderes Ungewöhnliches ist geschehen. Vom Arzt bekommen wir eine Medizin und die bewirkt, das weiß der Arzt, eine Reaktion im Körper. Aber der Körper selber weiß auch, was erforderlich ist. Nur wir haben Blockaden in uns und lassen die Heilung nicht zu. Wir erstarren in einem chronischen Krankheitsstand. Wenn es gelingt, den Körper wieder zu aktivieren, seine Selbstheilungskräfte anzuwenden, ist in vielen Fällen, vielleicht in 50 Prozent aller Krankheitsfälle, eine Heilung möglich. Viele Krankheiten sind im Kopf drin, nicht wirklich im Körper. Wenn ich mir immer einrede: „Ich bin krank“ oder „Ich schaffe das nicht“, dann wird es meistens so sein und so bleiben. Wenn ich aber sage: „Ich bin stark wie ein Tiger“, „Ich schaffe das“, dann plötzlich habe ich Kraft und es gelingt mir Unglaubliches.

WOLL: Sie beginnen in Ihren Veranstaltungen immer mit einer Pendelvorführung oder -übung. Bei vielen Menschen entsteht dann ein ungläubiges Stirnrunzeln. Was bezwecken Sie mit solchen Vorführungen?

Klaus Dieter Ritter: Ich zeige damit, dass das, was ich denke, auch geschieht. Wenn sich ein an einem Faden befindender Gegenstand nach meinen Gedanken im Kreis nach links oder rechts bewegt oder rückwärts und vorwärts, dann erfahren die Teilnehmer mit eigenen Augen, welche Kraft und Macht in den eigenen Gedanken steckt und dass mein Körper auf meine Gedanken reagiert.

Klaus Dieter Ritter

Klaus Dieter Ritter unternimmt in seinen Vorträgen und Workshops noch weitere Versuche und Methoden, um die Teilnehmer von der „Kraft der Gedanken“ zu überzeugen. Dabei beruft sich der Autosuggestionsberater auf Emile Coué, der von 1857 bis 1926 in Frankreich gelebt hat. Emil Coué war ein französischer Apotheker und Autor sowie Begründer der modernen bewussten Autosuggestion. Nicht, dass er die Autosuggestion erfunden hätte, Heiler und Schamanen aller Zeiten wussten um ihre Wirkung. Aber er hat die „Selbsthypnose“ so populär gemacht, wie sie noch nie vorher war. Auch Sigmund Freud hat bei ihm gelernt. Noch in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts reiste Coué durch die europäischen Großstädte und füllte die Säle. Für ihn war es wichtig, die Heilkräfte der Menschen zu stärken und möglichst vielen beizubringen, wie sie sich selber heilen konnten. Das war sein eigentlich neuer Ansatz.

WOLL: Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihrer Vorträge und Workshops berichten persönlich und in schriftlichen Verlautbarungen von kaum zu glaubenden Verbesserungen Ihres vorherigen, oftmals sehr schmerzhaften Zustandes. Schmerzen sind nicht mehr. Sind Sie vielleicht ein Wunderheiler?

Klaus Dieter Ritter: Für jemanden, der das zum ersten Mal hört, ist es vielleicht ein Wunder. Denn ein Wunder ist etwas, von dem man nicht weiß, wie es funktioniert. Ich ändere nur die Gedanken der Menschen, ohne dass sie es merken. Das ist die Methode nach Coué. Dabei gehe ich sehr methodisch vor und wende das Sprechen als ein Mittel an. Zum Beispiel mit dem immer wieder wiederholten Satz: Es geht besser und besser und besser … Doch dann kommt der innere Kritiker in uns, der sagt, dass das Quatsch ist und nicht gehen kann. Wir müssen den inneren Kritiker in uns überzeugen. Und das geht zum Beispiel, indem solche Formeln ganz schnell hintereinander gesprochen werden. Denn dann kann sich unser Kritiker nicht einmischen. Und nach einer Minute sind die Schmerzen weg, weil der Kritiker in uns nicht dazwischenfunken konnte. Alles jetzt sehr vereinfacht gesagt. Aber so in etwa ist das Prinzip.

WOLL: Und warum vertrauen nicht viel mehr Menschen ihren eigenen Kräften, diesen einfachen Methoden zur Beeinflussung der eigenen Gedanken und der Selbstheilung? Warum praktizieren nicht mehr Ärzte, Heiler und Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen diese Methode?

Klaus Dieter Ritter: Sie stellen die Frage aller Fragen. Der eine oder andere Arzt für Naturheilkunde macht es so, aber andere Ärzte haben vermutlich keine Zeit, ihnen wird das nicht honoriert. Die Anzahl der Patienten, die im Laufe eines Tages behandelt werden müssen, lässt es nicht zu, mit dieser Methode zu arbeiten. Unser Gesundheitswesen lässt das nicht zu.

WOLL: Zum Abschluss: Was empfehlen Sie Menschen mit dauerhaften Schmerzen oder einem bisher nicht zu heilenden Leiden? Was sollen die Ihrer Meinung nach machen?

Klaus Dieter Ritter: Sie sollen sich auf die Suche machen. Es gibt Heilung oder Besserung oder Linderung, so dass man es aushält. Die Natur in uns ist auf Heilung angelegt. Unser Körper, unser Wesen ist so. Wir müssen die Heilungskräfte in uns wecken oder mithilfe anderer Menschen wecken lassen. Das gilt zumindest für ganz viele körperliche und seelische Leiden, die ihre Ursache nicht in einer sichtbaren Verletzung oder einer körperlichen Veränderung haben. Wenn wir zurückblicken in die Geschichte der Menschheit, dann war und ist das schon immer der wichtigste Teil für die Gesundung der Menschen gewesen. Wie heißt es so schön in dem Lied? – Hör auf deine Stimme, hör, was sie dir sagt …

Das Interview wurde geführt von Hermann-J. Hoffe (hh)

Am Donnerstag, 23. März 2017 kommt Klaus Dieter Ritter zu eine Vortrag nach Arnsberg: 19:00 Uhr- In der Wanderakademie Arnsberg/Sauerländischer Gebirgsverein, Hasenwinkel 4, 59821 Arnsberg  – Vortrag: Die Heilkraft der Gedanken

Und am Sonntag, 26. März 2017 ist Klaus Dieter Ritter zu einem Workshop unter dem Titel „Die Heilkraft der Gedanken und Worte – Faszination Autosuggestion – Wie der Geist den Körper heilt!“ – von 14:00 bis 18:00 Uhr – in der Mensa der Sekundarschulte Hundem-Lenne in Kirchhundem

Infos und Anmeldung über die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Kirchhundem, Diana Maiworm – 02723 40934 – Kostenbeitrag: 60,00 Euro

 

 

1 Kommentar

  1. Ich war mit Klaus Dieter Ritter gerade eine Woche in Südtirol bei den 2.Ich-kann-Tagen in Schlanders und wir haben da einfach wunderbar plastisch erlebt, wie mächtig wir alle durch unser DENKEN sind, schon von Kindesbeinen an. Ich zeige das mal an einem Erlebnis, das ich zwei Tage danach noch in einer Südtiroler Grundschule mit Kindern und Lehrerinnen hatte. Zum Schluss des Ich-kann-Schule-Tages machte es mir Freude, den Kindern zu zeigen, wie man Lehrerinnen verzaubert. Eine Kollegin stellte sich dafür freiwillig zur Verfügung. Ich zeigte ihr (und den Kindern) ihre 2 cm Beinlängendifferenz. Dann sagte ich den Kindern: „Ihr Ihr denkt jetzt bitte alle, dass die Beine Eurer Lehrerin gleich lang sind.“ Sekunden danach konnte ich der Frau Gleichstand bei den Beinen zeigen. Dann sollten die Kinder denken, dass das betroffene Bein (wir hätten das auch mit dem anderen machen können) wieder länger werden soll. Sie machten das jetzt schon so gut, dass es noch länger war als zu Anfang. Dann brachten sie zu guter Letzt auf dieselbe Weise wieder Harmonie und Gleichstand für die Beine zusammen und ich lachte und sagte ihnen: „Jetzt müssen Eure Lehrerinnen aber aufpassen, wenn Ihr so gut zaubern könnt!“
    So ein Experiment macht deutlich und bewusst, dass wir a) ständig fremden Einflüssen ausgesetzt sind und b) selbst ständig auf andere wirken, ohne uns die einen wie des anderen bewusst zu sein.
    Mit solchen Experimenten in verschiedensten Variationen entdecken K.D. Ritter und ich schjon seit Jahrzehnten immer wieder neue Aspekte und Wirkungen und Wirkungsmöglichkeiten und zeigen sie dann unseren Mitmenschen, damit sie sich selbst besser helfen können.
    Die AUTOSUGGESTION in der hohen Qualität von COUÉ ist ein echter LEBENSSCHLÜSSEL, doch es hilft nichts, wenn keiner etwas davon weiß. Schon COUÉ schrieb dazu in seinem weltberühmten kleinen Buch: „Als erstes muss man wissen, dass es möglich ist, und das wissen die wenigsten.“ Man muss sich einmal bewusst machen, was das praktisch bedeutet: Wir brauchen gar nichts Schwieriges lernen oder großen Aufwand zu treiben für die Lösung unserer Probleme, wir scheitern an solchen Lapalien wie unserer inneren Einstellung, dass es keine Lösung gibt!
    Klaus Dieter Ritter ist seit vielen Jahren einer der wichtigsten Vertreter von Coués Autosuggestion von ganz Europa und wahrscheinlich der ganzen Welt, von dem man einfach und ganz praktisch lernen kann, a) wie und b) worum es geht. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

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