Katzenschwemme im Frühjahr

Tierschutzverein Schmallenberg fordert Kastrationspflicht

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Der Tierschutzverein Schmallenberg und Umgebung e.V. rechnet in den kommenden Wochen mit einer vermehrten Aufnahme von Katzenkindern, den sogenannten „Maikätzchen“. Grund für die alljährliche Katzenschwemme sind unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten und unkastrierte frei lebende Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen. Die deutschen Tierheime nehmen jährlich rund 130.000 Katzen in Obhut – und dies bei immer stärker steigenden Kosten und einer längeren Verweildauer der Tiere. Der Tierschutzverein Schmallenberg appelliert daher an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Weiter bittet der Tierschutzverein, Augen und Ohren offen zu halten und Streunerkatzen melden, damit diese kastriert werden können.

Jedes Jahr müssen zahlreiche „überzählige“ Katzen im Tierheim, in den Auffangstationen und in privaten Pflegestellen untergebracht und versorgt werden. Unsere räumlichen und finanziellen Kapazitäten reichen oft nicht aus, um die Flut an Jungtieren aufzunehmen“, sagt Petra Wege, Vorsitzende des Tierschutzvereins Schmallenberg. Gleichzeitig berichten die Tierschützer von frei lebenden Katzen, die unter Mangelernährung und Krankheiten leiden, wenn sie nicht von Menschen an betreuten Futterstellen versorgt werden. „Nur durch Kastration der Freigängerkatzen aus Privathaushalten sowie der frei lebenden Katzen lassen sich diese Probleme in den Griff bekommen“ sagt Frau Wege. Daher sollten Katzenbesitzer verantwortungsvoll handeln und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren lassen. Durch Kennzeichnung und Registrierung lassen sich die Tiere zudem, sollten sie einmal entlaufen, schnell zu ihren Besitzern zurückvermitteln. Neben einem Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen aus Privathaushalten fordert der Verein von Bund, Land und Kommune auch finanzielle Unterstützung bei der Kastration frei lebender Tiere. „Der Tierschutz ist im Grundgesetz verankert und damit ist auch die Stadt Schmallenberg veranlasst zu handeln“.

Kastration schützt vor Katzenelend

Frei lebende Katzen leben meist versteckt, in Hinterhöfen, auf Brachflächen oder in öffentlichen Parks. Sie stammen ursprünglich von in Privathaushalten lebenden, unkastrierten Freigängern oder unkastrierten ausgesetzten Tieren aus Privathaushalten ab. Als domestizierte Haustiere sind diese Katzen nicht mehr in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Da sie nicht auf den Menschen sozialisiert sind und nicht in ein neues Zuhause vermittelt werden können, müssen Tierschützer sie an Futterstellen versorgen. Damit ihre Population nicht noch weiter wächst, fängt der Tierschutzverein Schmallenberg die Tiere bei Kastrationsaktionen ein, um sie anschließend kastriert, gekennzeichnet und registriert wieder identifizierbar in ihrem angestammten Revier freizulassen. Tierfreunde, die die Arbeit des Tierschutzvereins unterstützen möchten, können für die Kastration von frei lebenden Katzen spenden und somit einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Katzenelends leisten. Der Tierschutzverein Schmallenberg finanziert sich ausschließlich aus Spenden, ehrenamtlichen Helfern, Mitgliedsbeiträgen und den monatlichen Trödelmärkten.

Wer den Tierschutzverein finanziell durch Spenden – gerade auch im Bezug auf die laufende Kastrationsaktion – unterstützen möchte, kann gerne auf das Spendenkonto überweisen.

Das Spendenkonto des Tierschutzvereins Schmallenberg lautet:

DE37 4605 2855 0040 0802 51

Der Tierschutzverein Schmallenberg benötigt noch dringend gut erhaltene Kratzbäume für die Auffangstation Holthausen, damit die Fellnasen springen und sich gut verstecken können.

Wer einen Kratzbaum übrig hat, kann diesen gerne in Holthausen abgeben.

Bitte vorher mit Petra Wege, Holthausen, 1. Vorsitzende kurz telefonisch Kontakt aufnehmen.

Die Rufnummer des Tierschutzverein Schmallenberg lautet: 02974 – 1846 oder

0151 – 425 45 068

Für alle Geld- und Sachspenden möchte sich der Tierschutzverein Schmallenberg schon im Voraus bedanken – auch im Namen der Tiere!

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