Alternativen zu Schmerzmitteln

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Wenn es hinter den Schläfen hämmert und man eigentlich nur weiterschlafen möchte, greifen viele zu Schmerztabletten, um im Alltag doch zu funktionieren. Symptome werden betäubt, anstatt die Ursache zu ergründen. Mittel und Namen wie Paracetamol, Ibuprofen und Aspirin sind vertraut und wirken durch jahrelange Präsenz in der Werbung harmlos. Doch so nützlich sie sind: Viele unterschätzen die möglichen Nebenwirkungen dieser Mittel auf den Organismus. Wer seinen Schmerzmittelkonsum einschränken möchte, hat einige andere Möglichkeiten zur Linderung von Schmerzen und zur Steigerung des Wohlbefindens.

Extreme Nebenwirkungen sind erforscht

Die häufigsten Ursachen für die Verwendung von Schmerzmitteln sind in Deutschland Kopf- und Rückenschmerzen. In geringer Dosis haben solche Tabletten durchaus ihre Berechtigung und sind auch meist nicht gefährlich. Aber besonders Paracetamol hat in den letzten Jahren stark für Aufregung gesorgt. In den USA werden jährlich ca. 450 Todesfälle auf eine Überdosis des rezeptfreien Schmerzmittels zurückgeführt, da es bei einer zu hohen Dosierung stark die Leber schädigt. Deshalb raten Experten, die empfohlene Menge streng einzuhalten. Auch Aspirin kann Nebenwirkungen wie Magen- und Hirnblutungen, Atemnot und Nierenversagen hervorrufen und somit zum Tod führen. Nicht nur die Nebenwirkungen, sondern auch die sinkende Toleranz gegen die Wirkstoffe hat einen negativen Effekt auf den Körper. Wer zudem regelmäßig Schmerzmittel einnimmt, braucht schnell eine stärkere Dosis und erhöht so das Suchtrisiko.

Alternativen ohne Nebenwirkungen

  • Natürliche Schmerz- und Hausmittel
    Lange Zeit bevor die chemische Zusammensetzung von Medikamenten überhaupt erforscht wurde, haben die Menschen Schmerzen mit natürlichen Mitteln bekämpft. Viele davon befinden sich ohnehin meist im Haushalt. Blaubeeren zum Beispiel helfen gegen Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen, der Saft einer Zwiebel hat eine antibakterielle, entzündungshemmende Wirkung und Olivenöl lindert Kopf- und Gelenkschmerzen.
  • Homöopathie
    Homöopathie ist eine alternative Behandlungstherapie, die Ende des 18. Jahrhunderts von einem deutschen Arzt erforscht und entwickelt wurde. Bei der homöopathischen Behandlung steht der ganze Mensch im Fokus und nicht nur die einzelnen Symptome, da jeder Organismus individuell reagiert. Es werden die äußeren Umstände, der Gemütszustand und alle Krankheitssymptome mit in den Behandlungsprozess einbezogen. Für die Herstellung der homöopathischen Mittel werden ausschließlich tierische, pflanzliche und mineralische Stoffe verwendet. Ausführliche Informationen zu homöopathischen Heilmethoden gibt es auf dieser Seite.
  • Kognitive Strategien
    Der Begriff „kognitiv“ stammt aus der Psychologie und bezeichnet alle Funktionen im Zusammenhang mit Wahrnehmung, Erinnerung, Lernen und Denken. Der Ansatz dahinter ist, dass Schmerzen oft im Zusammenhang mit negativen Gedanken und Emotionen, verspannten Muskeln und hormonellen Veränderungen auftreten. Besonders Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, können mit kognitiven Methoden ihre Beschwerden lindern. In einer Therapie lernen die Patienten, mit den Schmerzen umzugehen. Dabei gibt es im Wesentlichen drei verschiedene Wege: Ablenkung, Imagination und Achtsamkeit. Eine kognitive Strategie geht meistens mit Atem- und Entspannungsübungen sowie Massagen einher, um die Wirkung der Gedanken auf den Körper zu unterstützen.


Bildrechte: Flickr 119/365: Painkillers Magic Madzik CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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