„Auch wenn wir Sauerländer als bodenständig und bescheiden gelten – bei diesen Zahlen können wir eigentlich mal die Korken knallen lassen“, gibt sich Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerl and-Tourismus, beim Blick auf die Gäste-Statistik für das Jahr 2016 erfreut. Rund 7,7 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr in der Region gezählt – eine durchaus rekordverdächtige Zahl. „Wir wissen sehr wohl, dass sehr viele Partner zu diesem tollen Ergebnis beitragen und wir manchmal auch gar nicht genau erläutern können, warum ein touristischen Jahr besser oder schlechter läuft – aber ich finde, diesmal dürfen wir einfach mal gemeinsam eine Runde jubeln“, sagt Weber.

Von Januar bis Dezember 2016 reisten knapp 2,5 Millionen Gäste ins Sauerland, was einem Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit liegt das Sauerland deutlich über dem NRW-Wert und ist – zusammen mit dem Niederrhein – die Region mit dem höchsten Gästezuwachs im vergangenen Jahr. Bei den Übernachtungen beträgt das Plus 3,0 Prozent. Noch deutlicher fällt der positive Zuspruch bei den Gästen aus dem Ausland aus: 486.288 Reisende besuchten 2016 das Sauerland, ein Plus von 7,1 Prozent; mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen wurden hierbei gezählt, wiederum ein Plus von 6,4 Prozent.

All diese Zahlen beziehen sich auf das gesamte touristische Sauerland inklusive der Gemeinde Bad Wünnenberg sowie der hessischen Gemeinden Willingen und Diemelsee. Erfasst werden die Angaben von Betrieben mit mehr als zehn Gästebetten. Das bedeutet aber auch, dass die Übernachtungen in den kleinen Pensionen, Gasthöfen und Ferienwohnungen mit weniger als zehn Betten – von denen es im Sauerland zahlreiche gibt – statistisch nicht erfasst werden.

Eine klassische Saisonalität weist das Sauerland schon lange nicht mehr auf, vielmehr ist es ein beliebtes Ganzjahresziel für den erholsamen oder aktiven Kurzurlaub in der Natur. Der durchschnittliche Aufenthalt aller Gäste liegt bei 3,1 Tagen (NRW-Durschnitt: 2,2 Tage). Besonders besucherstarke Monate waren im Sauerland im Jahr 2016 – wie auch in den Vorjahren – der Februar als Wintersport-Hochsaison, der Mai mit seinen Feier- und Brückentagen sowie August, September und Oktober. Doch auch im März 2016 kamen – in den frühen Osterferien, die zudem noch wechselhaftes Wetter aufwiesen – deutlich mehr Urlauber in die Region, als im Vorjahresmonat (Plus von 11,3 Prozent, bei den Gästen aus dem Ausland sogar ein Plus von 38,4 Prozent).

„Es ist der gute Mix aus Angeboten, aus Bewegungsarenen und Oasen der Gelassenheit, der unsere Region zu einem verlässlichen Reiseziel für eine Auszeit in der Natur macht“, analysiert Thomas Weber. „Diese Verlässlichkeit beziehe ich dabei vor allem auf die Qualität unserer Häuser und die Auswahl der Freizeitmöglichkeiten – denn was sich nie im vornherein planen lässt, ist das Wetter.“ Und ja, das Sauerland sei nun mal eine stark wetterabhängige Destination, jedoch würden die vielen In- und Outdoorerlebnisse, die in den vergangenen Jahren an vielen Orten geschaffen wurden, diese Abhängigkeit teilweise nivellieren. „Bei Regen und Wind gönnen sich unsere Gäste entspannte Stunden in Wellness-Refugien oder kuscheligen Hotelzimmern, in schneefreien Monaten gehen sie winterwandern oder sogar Rad fahren. Selbst ein ‚Wildwetter‘ wird als besonderes Naturerlebnis und vielleicht sogar Reisegrund begriffen – Hauptsache raus aus Stadt und Smog und rein in die Landschaft, Kulissenwechsel zum Alltag eben“, erläutert Weber.

Internetauftritte und App steigen in Nutzergunst

Die Vielfalt der Möglichkeiten stellt der Sauerland-Tourismus auf seiner Internetseite www.sauerland.com und in einem gut geknüpften Contentnetzwerk mit insgesamt gut 50 thematischen Internetauftritten dar, beispielsweise für Wander- und Radwege, Produktkooperationen wie die Sauerland-Seen oder die Orte in der Region. Die Informationen zu Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten, Aktivangeboten und zum Tourenangebot, die die Mitarbeiter des Sauerland-Tourismus und ihre Partner in der gesamten Region pflegen, werden aber auch auf zahlreichen externen Informations- und Unterhaltungsportalen ausgespielt. „Gerade in diesem Bereich beobachten wir einen deutlichen Zuwachs der Nutzung unseres so genannten Sauerland-Contents“, stellt Dr. Jürgen Fischbach, Marketingleiter beim Sauerland-Tourismus, fest. Mehr als 20 Millionen Mal wurden zum Beispiel Sauerländer Wander- und Radtouren auf solchen externen Portalen den Nutzern angezeigt – gezielt auf deren Suche nach Freizeitangeboten hin. 1,8 Millionen Nutzer haben wiederum direkt auf den Internetseiten des Tourismusverbandes und seiner Partner nach Ideen für einen Ausflug oder einen Urlaub der Region recherchiert und dabei 6,3 Millionen Seiten aufgerufen. Die Zahl der Nutzer stieg damit um 12 Prozent gegenüber dem Jahr 2015, die Zahl der Seitenzugriffe wiederum um 17 Prozent. „Hierbei werden von den Internetnutzern vor allem Seiten mit konkreten Tipps und Empfehlungen sowie Reiseangeboten angesteuert, rein inspirierender Inhalt wird weniger geklickt“, sagt Fischbach.

Der Sauerland-Content an Touren und Ausflugszielen speist auch die Sauerland&Siegen-Wittgenstein-App für Smartphones, die sich – auch innerhalb der Region! – zu einem Renner entwickelt. Etwa alle 15 Minuten entscheidet sich ein neuer Nutzer für den Download der App. Positive Rückmeldungen erreichen dann den Sauerland-Tourismus: „Erst habe ich mir Ihre App auf das iPhone geladen. Nachdem ich mich damit ein wenig befasst habe, muss ich sagen, dass ich bis jetzt nichts Besseres gefunden habe“, schrieb neulich in zufriedener Nutzer an den Tourismusverband. Und weiter: „Absolut professionell. Hier mangelt es an nichts. So müssten auch andere Gebiete beworben werden. An dieser App sowie der Homepage können sich viele ein Beispiel nehmen.“

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