Düsseldorf/ Meschede. Mit elf Regionalveranstaltungen, darunter eine in der Kreistadt Meschede, hat das Bündnis für gesunde Krankenhäuser seit Sommer letzten Jahres auf die strukturelle Unterfinanzierung und die damit verbundenen Folgen in den Regionen aufmerksam gemacht, aber auch auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser und deren Bedeutung als Arbeitgeber hingewiesen.

Regionalveranstaltungen werden fortgeführt

Obwohl die derzeitigen Signale aus der Politik Anlass zur berechtigten Hoffnung geben, war und ist diese Veranstaltungsreihe sehr wichtig, um bei den politischen Entscheiden, auch auf südwestfälischer Ebene, den Handlungsdruck hoch zu halten. Denn: Im Hinblick auf die kommende Landtagswahl erwartet auch das St. Walburga-Krankenhaus in Meschede eine Lösung für den Investitionsstau, die nachhaltig und konkret ist.

Investitionsstau der Krankenhaus ist Thema bei der Landtagswahl

So hat die Regierungspartei den Investitionsbedarf in das aktuelle SPD-Wahlprogramm aufgenommen: „Die Krankenhäuser brauchen klare Finanzierungsstrukturen und ausreichend Investitionsmittel für, damit der Investitionsstau Schritt für Schritt abgebaut wird. Lebenszyklusorientierung und Wirtschaftlichkeit müssen dabei im Mittelpunkt stehen.“ Peter Preuß, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, erklärte, dass sich die CDU ebenfalls für mehr Investitionsmittel für die Krankenhäuser einsetzen werden. Die Mittel sollten an Qualitätsverbesserungen für zum Beispiel im Bereich Hygiene und IT-Sicherheit gebunden sein, aber die Details der Verwendung sollten die Krankenhäuser selber entscheiden können. Armin Laschet, designierte Spitzenkandidat der CDU, ergänzte:
„Der anhaltend hohe Investitionsstau in den Krankenhäusern Nordrhein-Westfalens droht zur Gefahr für die gesundheitliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen und auch für den Jobmotor Gesundheitswirtschaft zu werden.“ Auch Ministerin Steffens (GRÜNE) sprach sich zuletzt mehrfach für Teilmonistik und eine dritte Säule für eine gezielte Steuerung durch die Landesregierung aus. Die FDP will laut Wahlprogramm die Haushaltsmittel des Landes für Krankenhausförderung sukzessive erhöhen und die LINKE hat die Forderung der KGNW in ihr Wahlprogramm übernommen und will die „Krankenhausfinanzierung des Landes auf mindestens 1,3 Milliarden Euro jährlich erhöhen“. Fazit: Alle Parteien erkennen mittlerweile den Investitionsbedarf an und kündigen Lösungen für den Investitionsstau an.

Das “Bündnis für gesunde Krankenhäuser“, dem sich auch das St. Walburga-Krankenhaus angeschlossen hat, trägt sachlich durch das Investitionsbarometer NRW berechtigte Forderungen vor. Wer sich selbst regelmäßig informieren möchte, kann sich unter www.newsletter-kgnw.de zum Newsletter anmelden.

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