Der Vorstand der Volksbank Bigge-Lenne blickt optimistisch in die Zukunft: (v.l. Bernd Griese, Andreas Ermecke, Vorstandssprecher Peter Kaufmann und Michael Griese).

Die Volksbank Bigge-Lenne, mit 47.500 Mitgliedern und 381 Mitarbeitern (darunter 27 Auszubildende) die eigenkapitalstärkste Kreditgenossenschaft in Südwestfalen, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. „Wir haben unsere Marktpositionen behauptet und in Teilbereichen weiterausgebaut“, zog Vorstandssprecher Peter Kaufmann in der Bilanzpressekonferenz am Kahlen Asten ein positives Fazit der vergangenen zwölf Monate. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Andreas Ermecke, Bernd und Michael Griese erstattete Kaufmann Bericht über ein Jahr, das den Banken einiges abverlangte. Beispiel „Niedrigzinsen“: Was die Kreditnehmer freut, sorgt bei Geldanlegern für Frustration. Auch für die Volksbank Bigge-Lenne stellen die historisch niedrigen Tiefstände eine Herausforderung dar. Die Bank selbst zahlt bereits Negativzinsen für überschüssige Gelder, die sie bei ihrer Zentralbank vorübergehend „parkt“. Bislang hat das Institut darauf verzichtet, die eigenen Mitglieder und Kunden mit diesen Kosten zu belasten. „Für die Zukunft können wir das allerdings bei Großeinlagen nicht ausschließen“, erläutert Kaufmann.

Zunehmende Regulatorik belastet

Als Belastung empfindet die Volksbank auch den stetig steigende  regulatorischen Aufwand. Peter Kaufmann: „Die Erfüllung bürokratischer Vorgaben bindet immer mehr Mitarbeiter. Diese Kapazitäten würden wir viel lieber für die Betreuung und Beratung unserer Kunden nutzen.“ Einen immer stärkeren Handlungsdruck spürt die Volksbank Bigge- Lenne beim Thema Digitalisierung. Schon jetzt besuchen deutlich mehr Menschen die Bank im Internet und nicht in einer der 26 Filialen. Rund 1,5 Millionen Besuche verzeichnete die Volksbank-Homepage im vergangenen Jahr. Weiter aufwärts ging es auch mit den Zahlen für das
Online-Banking (+7,7 Prozent) und das Mobile-Banking (+ 20,7 Prozent). „Wir stehen hier erst am Anfang einer Entwicklung, die die Kunde-Bank-Beziehung komplett auf neue Beine stellen wird“, meint Volksbank-Vorstand Bernd Griese.

Der Vorstand der Volksbank Bigge-Lenne blickt optimistisch in
die Zukunft: (v.l. Michael Griese, Vorstandssprecher Peter Kaufmann,
Andreas Ermecke und Bernd Griese (sitzend).

Als Kreditgeber und Geldverwalter gefragt

Gefragt war die Volksbank Bigge-Lenne bei ihren Mitgliedern und Kunden im Jahr 2016 in gleichem Maße als Kreditgeber und als sicherer Hafen privater und gewerblicher Geldvermögen. Die wichtigsten Kennziffern im Überblick: Die Bilanzsumme stieg um 4,2 Prozent auf einen neuen Höchststand von 1,738 Milliarden Euro. Die Impulse für dieses Wachstum kamen vor allem aus dem Geschäft mit den Kundengeldern. Diese erhöhten sich um 4,7 Prozent auf 1,188 Milliarden Euro. Bernd Griese: „Ein Vertrauensbeweis unserer Kunden trotz Nullzinsen und für die Volksbank eine hervorragende Refinanzierungsstruktur für das regionale Kreditgeschäft!“ Zufrieden ist die Bank auch mit der Entwicklung der Kundenkredite. Vorstandsmitglied Andreas Ermecke: „Dem Mittelstand in unserem Geschäftsgebiet geht es gut. Man muss wissen, dass wir hier in der drittstärksten Industrieregion Deutschlands leben und arbeiten. Dies spiegeln auch die Ausleihungen an Kunden wider.“ So erhöhte sich der Bestand an Buchkrediten um 3,8 Prozent auf 1,168 Milliarden Euro. Allein im vergangenen Jahr stellte die Bank privaten und gewerblichen
Investoren aus ihrem Geschäftsgebiet rund 260 Millionen Euro „frisches“ Kapital zur Verfügung. Ermecke: „Die heimischen Unternehmen profitieren vom besten Rating unserer genossenschaftlichen FinanzGruppe.“ Baukredite hat die Volksbank im Umfang von 486
Millionen Euro herausgelegt. Unter Einschluss der vermittelten Kredite erreichen die Ausleihungen einen Stand von 1,614 Milliarden Euro (+ 2,7 Prozent).

Auf der Suche nach der für den Kunden besten Lösung
Eine starke Position nimmt die Volksbank Bigge-Lenne traditionell bei der Vermittlung zinsgünstiger Darlehen der öffentlichen Hand ein. Im abgelaufenen Jahr verhalf die Bank insgesamt 625 Investoren zu einem derartigen Darlehen. Das Volumen lag bei 54,3 Millionen Euro. Andreas Ermecke: „Fördermittelkredite sind ein ausgesprochen
beratungsintensives Geschäftsfeld. Die große Zahl der vermittelten Darlehen macht deutlich, dass wir uns in Finanzierungsfragen um die für den Kunden beste Lösung bemüht haben.“

Eine lebhafte Geschäftstätigkeit meldet die Bank aus dem Bereich „Finanzdienstleistungen“. Darunter fällt vor allem die Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen, Hypothekendarlehen oder Immobilien. Für ihre Mitglieder und Kunden will die Volksbank Bigge- Lenne d e r Partner in allen Finanzfragen sein. Peter Kaufmann: „Unser strategisches Ziel: Wir wollen die Nummer 1 in punkto Mitglieder- und Kundenzufriedenheit sein.“

Genossenschaftsgedanke in UNESCO-Liste aufgenommen

Auf dem Weg dahin gab es im vergangenen Jahr reichlich Rückenwind für die Bank. Peter Kaufmann: „Der Genossenschaftsgedanke ist augenblicklich so populär wie nie zuvor. Kein Geringerer als die Weltkulturorganisation UNESCO hat die Idee am Jahresende als ersten
deutschen Beitrag in die immaterielle Liste der Weltkulturgüter aufgenommen.“ Bereits zum dritten Mal in Folge hat das Handelsblatt die Volksbanken Raiffeisenbanken als „Marke des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Kaufmann: „Das ist nicht nur das Ergebnis erfolgreicher
Marketingstrategien, sondern in erster Linie der Verdienst jedes einzelnen Mitarbeiters.“

Den mit dem Genossenschaftsgedanken eng verbundenen Förderauftrag hat die Volksbank Bigge-Lenne auch im Jahr 2016 wieder mit Leben erfüllt. Für Bildung, Kultur, Sport und Soziales stellte die Bank insgesamt 313.000 Euro an Spenden und Sponsoringbeiträgen in ihrem Geschäftsgebiet zur Verfügung. „Unser vielfältiges gesellschaftliches Engagement belegt die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden, nicht nur in wirtschaftlicher Sicht,“ so Bernd Griese abschließend.

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