Die Volksbank Reiste-Eslohe blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. „Wir können weiter über ein solides Wachstum berichten. Unserer Bank geht es gut“ sagt Vorstandsmitglied Dr. Stefan Eckhardt. Auch die über 7.000 Mitglieder der Genossenschaftsbank konnten sich im Laufe des Jahres über eine 4%ige Dividende freuen.

Aktuell jährt sich der Orkan Kyrill zum zehnten Mal. Vorstand Dirk Schulte erinnert sich: „Wir haben damals den geschädigten Land- und Forstwirten Sonderkredite zur Verfügung gestellt. Unsere Zentralbank, als durchleitendes Institut, bekam am Wochenende nach Kyrill über 100 Faxaufträge am Tag zur Darlehnsgewährung – allein aus Eslohe!“ Nicht nur deswegen sieht sich die Volksbank als Partner der Landwirte in Eslohe, Schmallenberg und Meschede. “Wir haben ja auch gemeinsame Wurzeln. Die heutigen Filialen der Bank entstanden zum größten Teil aus den bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaften“. Kyrill war nicht die letzte Herausforderung für die Landwirte. In 2016 waren es die stark gesunkenen Milchpreise, die Umsatzeinbußen von bis zu 40% forderten. „Auch hier sind wir als Partner gefragt. Trotz der in der Regel guten Eigenkapitalverhältnisse wurde die Liquidität natürlich knapp. Wir haben individuell mit Kreditvergaben oder Tilgungsaussetzung geholfen“ sagt Christof Schmidt, der in der Bank das Firmenkundengeschäft leitet und Fachmann für den Agrarbereich ist.

Landwirtschaft größter Kundenkreis

„Der Bereich der Land- und Forstwirte deckt mittlerweile fast 18% der Ausleihungen ab und bildet so unsere größte Branche“ betont Dr. Stefan Eckhardt. Zudem steht die Volksbank dem Reister Markt seit letztem Jahr als Premiumpartner zur Verfügung. „Dieser Bezug zur Region ist uns viel wert“, sagt Eckhardt.

Speziell im Privatkundengeschäft setzt die Bank auf ihre Omnikanalpräsenz. „Egal, wie, wann und wo, uns erreichen Sie immer!“ lautet das Motto der Verantwortlichen. „Eigentlich haben wir die besten Voraussetzungen, um den widrigen Rahmenbedingungen zu trotzen“, sagt Schulte. Ein klarer Trend ist aber auch bei der Volksbank zu erkennen, die immerhin noch 8 Bankstellen unterhält: Die Kunden kommen immer weniger in die Bank und nutzen unsere digitalen Angebote. Reagiert hat die Bank bereits. Die Servicezeiten in der Filiale Cobbenrode wurden zum Jahresbeginn stark reduziert. Beratungstermine finden noch vor Ort statt. Der Geldautomat in Cobbenrode wird zukünftig auch für Kunden der Sparkasse kostenfrei nutzbar sein.

Volksbank Reiste-Eslohe in der Fläche präsent

Umgekehrt passiert es übrigens in Bremke. Der in der Aral-Tankstelle platzierte Sparkassen-Automat wird für Volksbankkunden freigeschaltet. Darauf haben sich die Vorstände beider Bankhäuser Ende letzten Jahres geeinigt. „Warum auch nicht?“ sagen beide Vorstände. „Der Kostendruck wird in den nächsten Jahren noch stärker, da kann so ein Modell nur hilfreich sein. “

Das Jahr 2016 verlief ganz nach den Vorstellungen der Verantwortlichen. Wir haben im Kreditgeschäft ein ordentliches Wachstum von knapp 3% hingelegt. Das Betriebsergebnis ist natürlich nicht mehr auf dem Niveau der Vorjahre, liegt aber immer noch über Verbandsdurchschnitt und über unseren Prognosen. Aber: Ganz lang darf die Niedrigzinsphase nicht mehr andauern. Ansonsten wird die deutsche Bankenlandschaft in enorme Schwierigkeiten kommen, ist sich Dirk Schulte sicher.

Den weiter steigenden regulatorischen Anforderungen entgegnet die Bank mit einer Kooperation mit benachbarten Volksbanken in Marsberg, Thülen und der Spar- und Darlehnskasse Oeventrop. „Wir haben an Qualität gewonnen und weniger Vertretungsprobleme. Das Modell wollen wir weiter voranbringen“, so beide Vorstände unisono.

Zahlen und Fakten aus 2016

Das Kundengesamtvolumen betrug zum Jahresende 487 Mio. €. Eine Steigerung von 4%.

Die Anzahl der Bankstellen blieb 2016 konstant bei 8.Es werden 51 Mitarbeiter beschäftigt.

An Spenden gemeinnützige Vereine und Institutionen flossen insgesamt € 52.130.

Die Anzahl der Kundenbesuche in der Internetfiliale betrugen durchschnittlich 557 am Tag. Eine Steigerung von 24% gegenüber dem Vorjahr.

Der Anteil der online getätigten Überweisungen beträgt mittlerweile 73%.

In 2016 wurde ein Unternehmensfilm (www.vbfilm.de) erstellt.

 

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