Adventlicher Abend am 3. Advent in Wiggen Haus am Briloner Mistemarkt

Am Sonntag, 11. Dezember 2016, wird ab 17 Uhr auf der Deele des Hauses die Stadtgeschichte Brilons der Jahre 1933 bis 1945 lebendig - Anmeldung erforderlich!

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Advent im Bauernhaus: Die Briloner Stadtgeschichte der Jahre 1933 bis 1945 wird in dem urtümlichen Bauernhaus Wigge am Mistemarkt am 3. Advent ab 17 Uhr lebendig. Bild: Archiv Briloner Heimatbund-Semper Idem

Zu einem adventlichen Abend laden Friedel Ridder, neuer Besitzer des Bauernhauses Wigge am Mistemarkt, und der Briloner Heimatbund – Semper Idem am Sonntag, 11. Dezember, um 17 Uhr ein. Bei Glühwein, Spekulatius, Schummerlicht und einer handvoll Wärme aus dem Bullerofen wird auf der Deele des Hauses die Stadtgeschichte Brilons der Jahre 1933 bis 1945 lebendig.

Leben der Bauern vor 80 Jahrenwird lebendig

Die unveröffentlichte Nachlese des verstorbenen Architekten Heinrich Hesse steht dabei im Mittelpunkt. Diese einmaligen Notizen beginnen mit dem Jahre 1933. Dabei geht es weniger um die politischen Ereignisse im Dritten Reich, vielmehr steht das Leben in der Stadt Brilon im Vordergrund. Hessen Heinz schildert in teils derber Sprache, wie die Schulblagen die neue Engelbertschule oder die anderen Schulen besuchten und von wem sie unterrichtet wurden. Er beschreibt das Leben der Bauern in ihren Häusern und wie die „müden Krieger“ nach der Schwerarbeit auf dem Felde abends noch bis spät auf der Heidbanse oder der Wagendeichsel saßen, um sich bei einem Nöleken zu entspannen. Er beschreibt auch das anstrengende Leben der Bäuerinnen, deren Tag mit dem ersten Hahnenschrei und dem Melken des Rindviehs begann. Danach kam um 6 Uhr die heilige Messe.

Einzelpersonen und Handwerksbetriebe machen Heinrich Hesses Nachlese zu einem wertvollen Zeugnis der damaligen Zeit   

Besonders wertvoll ist Heinrich Hesses Nachlese, weil er zahlreiche Namen von Einzelpersonen und Handwerksbetrieben nennt. Dabei bedient er sich gerne der alten Briloner Hausnamen. Die Ausführungen lassen einerseits schmunzeln, sie machen aber auch nachdenklich. Das urtümliche Haus am Mistemarkt, das Friedel Ridder bald sanieren möchte, verkörpert die vergangenen Zeiten in besonderer Weise. Auf der Deele wird es besonders gemütlich, wenn sich die Eese wetzen. Der Platz auf der Deele ist begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung im Museum Haus Hövener unter Telefon 9639901 von Dienstag bis Samstag zwischen 11 und 17 Uhr unbedingt erforderlich.

 

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