Weihbischöfe mit Sauerländer Wurzeln

WOLL hat die Weihbischöfe Matthias König und Dominicus Meier in Paderborn besucht

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Weihbishof Dominicus Meier (links) und Weihbischof Matthias König (rechts) beim Interview mit WOLL. Foto: Ralf Litera

Das Sauerland ist gut vertreten unter den Bischöfen in Paderborn. Der Erzbischof Hans-Josef Becker stammt aus Belecke und zwei der drei Weihbischöfe, Altabt Dominicus Meier und Matthias König, stammen aus dem Sauerland oder sind eng mit dem Sauerland verwurzelt. Ist das Sauerland also eine gute Region für höhere Aufgaben in der katholischen Kirche?

WOLL-Redakteur Hermann-J. Hoffe und WOLL-Fotograf Ralf Litera haben sich im Spätherbst zu einem Interview mit den beiden Weihbischöfen Matthias König und Dominicus Meier auf den Weg in die Domstadt gemacht. Im Gespräch mit den beiden Weihbischöfen wollten wir wissen, welchen Blick man von Paderborn aus auf das Sauerland und auf die kirchliche Entwicklung hier bei uns hat.

Sauerland: Mistbeet für geistliche Berufungen

„Das Sauerland gehört erst seit 1821 zum Erzbistum Paderborn. Bis dahin zählten die katholischen Gemeinden im Sauerland zum Erzbistum Köln.“ Mit diesen Worten antwortet Weihbischof Matthias König, gebürtiger Dortmunder, aber mit starken Wurzeln im Sauerland (Sundern), die Frage, ob das Sauerland eigentlich ein guter Boden für Bischöfe und geistliche Würdenträger sei. Denn nicht nur zwei der drei Weihbischöfe sind Sauerländer, auch Erzbischof Hans-Josef Becker bekennt sich an jeder Stelle zu seiner Heimat Warstein-Belecke. „Bis vor wenigen Jahrzehnten hat man gesagt, das Sauerland ist das Mistbeet für geistliche Berufungen, also für Priester, für Ordensleute, gerade für Ordensschwestern“, sagt der in Grevenbrück geborene Weihbischof Dominicus Meier, bis 2013 Abt der Benedektinerabtei Königsmünster in Meschede. „Ich habe mal ein Bild von einem Treffen Ende der 60er Jahre in Olpe, mit dem damaligen Erzbischof Jäger aus Olpe gesehen, da waren 40 bis 50 Priester und Ordensleute aus dem Sauerland drauf“.

Beide Würdenträger betonen, dass das Bewusstsein im Sauerland für das Erzbistum in Paderborn da ist, aber dass die Entfernungen doch relativ weit sein. Was man dann bei den Firmreisen am eigenen Leibe feststellt.

Weihbischof Dominicus Meier Foto: Ralf Litera
Weihbischof Dominicus Meier
Foto: Ralf Litera

Dominicus Meier: Auch die Unterschiedlichkeit der Mentalitäten sind für mich eine große Herausforderung, wenn ich durch das Erzbistum Paderborn fahre. Da unterscheidet sich das Sauerland schon, zum Beispiel vom Warburger Land, wo ich gerade unterwegs bin. Ich habe manchmal den Eindruck, man fühlt sich im Sauerland manchmal noch nach Kur-Köln und nicht nach Paderborn.

Matthias König betont, dass die Unterschiede der Regionen auch dabei eine Rolle spielen, wie sich Kirche jetzt und in Zukunft gestaltet: „Da gibt es in den Regionen manche Ähnlichkeiten, wie das Schützenwesen, die Vereine und die Feuerwehr und damit verbunden die Darstellung eines Ortes und die jeweilige Bedeutung der Kirche. Aber bei meinen Reisen, jetzt durch das Wendener, Olper und übrige Sauerland, habe ich festgestellt, dass das von Dorf zu Dorf sehr unterschiedlich ist.“

Weihbischof Matthias König Foto: Ralf Litera
Weihbischof Matthias König
Foto: Ralf Litera

Was die Weihbischöfe Matthias König und Dominicus Meier sonst noch über die Aufgaben eines Weihbischofs, über die Kirche im Sauerland und über das Sauerland überhauptgesagt haben, steht im neuen WOLL-Magazin für Schmallenbeg/Eslohe.

Fotos: Ralf Litera

 

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