SAMSUNG CSCEine Informationsveranstaltung zum Thema Camping- und Wohnmobilurlaub fand jetzt im Holz- und Tourismuszentrum Schmallenberg statt.
Ist Camping- und Wohnmobilurlaub ein Zukunftsthema? Wie verhält sich diese Art von Urlaub im Schmallenberger Sauerland und in der Ferienregion Eslohe? Antworten auf diese Fragen gaben drei Referenten: Dirk Dunkelberg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Tourismusverband e.V. (DTV) sowie Thomas Schröder und Hans-Jürgen Hess von der Unternehmensberatung Schröder & Partner, die sich um Camping- und Stellplatzplanungen und die Entwicklung von Betriebsmodellen kümmern.

Der Reisetourismus und seine Entwicklung

Dass der Camping- und Wohnmobilurlaub zunehmend an Attraktivität gewinnt, ist unumstritten. Immer neue, komfortablere Wohnmobile und die zeitgemäße Entwicklung der Stellplätze ermöglichen es dem Camper, seinen Urlaub so angenehm und individuell zu gestalten, wie es seinen Vorstellungen entspricht. Denn der Camping-Urlauber ist ein Individualist und möchte dem Massentourismus entfliehen, er möchte einfach dort Urlaub machen, wo es ihm gefällt. Und das in den eigenen vier Wänden. Hinzu kommt der Umbruch, dass der Deutsche in der heutigen Zeit wieder viel mehr Lust hat, im eigenen Land Urlaub zu machen.
Waren es im Jahr 1973 etwa 10.000 zugelassene Wohnmobile in ganz Deutschland, so kann man heute rund 500.000 Zulassungen feststellen. Allein im letzten Jahr stieg die Zahl der Zulassungen um 25% gegenüber dem Vorjahr. Und auch die Anzahl der Campingplätze stieg stark und umfasst heute über 3.600. Eine Herausforderung und neue Chancen ergeben sich durch eine vielfälterige und qualitativ bessere Gestaltung der Camping- und Stellplätze. So sollte sich auf bestimmte Zielgruppen konzentriert werden, die Präsenz im Internet erhöht werden, Online-Buchbarkeit ermöglicht werden, eine Mehrsprachigkeit angeboten werden und verschiedene Interessen berücksichtigt werden. Ob Städtetourismus, Wanderurlaub, Fahrradtourismus oder sportliche Angebote (Golf, Wassersport etc.), jeder hat andere Vorstellungen und diese gilt es zu erfüllen und bei den Planungen zu berücksichtigen. Eine Kooperation mit lokalen und regionalen Tourismusorganisationen ist dabei sinnvoll.
Zu den Campingurlaubern zählen die Touristikcamper, die oft mehrmals im Jahr zu Gast sind wie auch die Dauercamper. Bei den Wohnmobilen sind 40-50% aller Stellplätze als Stammplätze vermietet.
Vom Campingurlauber profitieren in erster Linie Hotel- und Gastgewerbe, aber auch der Einzelhandel.
Europaweit liegt die Zahl der Campingurlauber in Deutschland vorne. Bei den Übernachtungszahlen wird deutlich, dass es das siebte Rekordjahr in Folge ist. „Deutschland soll auf Dauer Urlaubsziel mit bestem Preis-Leistungsverhältnis in Europa sein“, so Dirk Dunkelberg.

Mit der Infoveranstaltung soll die Weiterentwicklung weiter angestoßen werden

Auch in unserer Region hat der Campingurlaub einen besonderen Stellenwert – Tendenz steigend. „Unsere Region ist mit ihren kleinteiligen Strukturen und dem attraktiven Urlaubsangebot insgesamt eine interessante Alternative für naturverbunden Camper und Individualreisende“, berichtet Hubertus Schmidt. „Nur das Angebot an qualitativ hochwertigen Angeboten für diese Zielgruppe, wie Stellplätze und attraktive Campingplätze, ist möglicherweise ausbaufähig“.
Dabei dauert es wesentlich länger, einen Campingplatz zu bauen, als einen Reisemobilstellplatz. „Die Campingplatzverordnungen in der heutigen Zeit sind krasser geworden“, weiß auch Hans-Jürgen Hess. Ein durchschnittlicher Campingplatz stellt 160-170 Plätze zur Verfügung, ein Reisemobilstellplatz 15-20. Der Rat der Experten: „Vermarkten sie sich zusammen in Schmallenberg – in Zusammenarbeit mit dem Tourismus, aber auch mit der Kommunalpolitik. Zwei bis drei Leuchtturmstellplätze an unterschiedlichen Stellen mit 60-100 Stellplätzen sollten es sein und weitere kleine“, so Thomas Schröder.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung hatten bei einer Podiumsdiskussion alle Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern. Denn Camping ist ein Zukunftsthema.

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