Die Johannesbad Gruppe betreibt deutschlandweit neun Fachkliniken, drei davon in der Stadt Schmallenberg: Die Fachklinik Fredeburg, Hochsauerland und Holthauser Mühle.
Investitionen und Moderniesierungen sollen den Standort weiter stärken und fit für die Zukunft machen. 1,5 Millionen Euro wurden für den Ausbau und die Modernisierung in diesem Jahr in Schmallenberg investiert.
So wurden in diesem Jahr alle 24 Patientenzimmer samt Bädern in der Holthauser Mühle saniert und das während des laufenden Betriebs. Und auch im ehemaligen Krankenhaus, wo sich Verwaltung und physiotherapeutische Abteilung befinden, wurde investiert. Hier wurde Anfang des Jahres für 200.000 Euro eine neue Heizungsanlage installiert – ebenfalls während des laufenden Betriebs. In der Fachklinik Fredeburg wurden Fenster ausgetauscht, große Teile des Flachdaches saniert und die Einfahrt neu gepflastert. Außerdem ist eine Lehrküche entstanden, in der die Patienten unter Anleitung lernen, gesund zu kochen. Ein wichtiges Therapieangebot für Suchtpatienten.

Mehr Zimmer und mehr Komfort für Patienten

Was für das kommende Jahr geplant ist, gaben Werner Weißenberger (Finanzvorstand), Dr. York Dhein (Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe) und Uwe Hackenbracht (Klinikleiter) jetzt bekannt. 2,5 Millionen Euro für mehr Komfort in der Fachklinik Fredeburg, so der Plan. Auf dem klinikeigenen Grundstück sollen in einem Anbau 21 zusätzliche Einzelzimmer entstehen. 244 Betten sind in der Klinik und diese Zahl soll konstanz bleiben. „Wir sind marktwirtschaftlich orientiert und gucken, wie die Bedürfnisse sich entwickeln“, erklärt Werner Weißenberger. Und durch die Errichtung von Einzelzimmern sollen alle Patienten profitieren, die in das Therapie- und Rehabilitationszentrum für Abhängigkeitserkrankungen kommen. Die ersten Schritte in der Planungsphase sind bereits gemacht. 2018 sollen die ersten Patienten einziehen.

Kontinuierliche Investitionen

In allen Kliniken wird kontinuierlich investiert, um sich auf die Veränderungen des Marktes einzustellen und den Patienten wie auch Mitarbeitern ein komfortables Umfeld zu ermöglichen. Dazu zählen nicht nur bauliche Maßnahmen, Brandschutz oder energetische Modernisierungen, sondern auch Investitionen in Ausbildung und Fortbildung der Mitarbeiter sowie der Ausbau des therapeutischen Angebots. Eine ständige Weiterentwicklung ist für einen qualitativ gut aufgestellten Gesundheitsdienstleister erforderlich.
„Der Bereich der Reha rückt immer mehr in den Vordergrund“, erklärt Uwe Hackenbracht. Prävention, Zusammenarbeit von Therapeuten und Arbeitsmedizinern großer Unternehmensgesellschaften sowie besondere Projekte stellen immer neue Herausforderungen dar. „Wir wollen, dass Menschen nicht nur gesund werden, sondern auch wieder im Job Fuss fassen können“, so der Klinikleiter. Und da ist eine Motivationstherapie wichtig. In unterschiedlichen Projekten wie etwa „Sucht im Alter“ oder der „Lehrküche“ werden spezielle Bereiche thematisiert, um den Patienten auch individuell nach seinen Bedürfnissen zu therapieren.

Engagement für Flüchtlinge

Auch für die Flüchtlinge engagiert sich die Johannesbad Gruppe. Im ehemaligen Krankenhaus wurden von der Stadt Räumlichkeiten angemietet, in denen 44 Flüchtlinge untergebracht sind. Die ehemalige Waschküche wurde von Johannesbad Gruppe zu einem Klassenzimmer umgestaltet, so dass die vorrangig syrischen Asylbewerber dort seit Sommer mit Unterstützung des Klinikleiters Deutsch lernen. „Wir stellen uns damit unserer sozialen Verantwortung – hier in Schmallenberg aber auch an anderen Standorten unseres Unternehmens“, sagt Dr. York Dhein.
So blicken die Verantwortlichen positiv in die Zukunft und sehen in jeder Investition einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung und Modernisierung – der allgemeinen Entwicklung immer einen Schritt voraus.

(von Heike Schulte-Belke)

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