Einzige Chance und ein Gewinn für alle: Integration!

Firma Rembe in Brilon lebt Integration und wirkt gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegen

0
Ahmed aus Bestwig hat den Neustart geschafft. Der Asylsuchende aus dem Irak hat nun eine Festanstellung bei der Firma Rembe in Brilon. Foto: Firma Rembe

Ende 2015: In Deutschland und auch Südwestfalen werden die Medien vom Thema der Einwanderung dominiert. Es herrscht Unsicherheit in der Bevölkerung und die Menschen sehen sich vor einer großen Aufgabe. Viele Personen engagieren sich daraufhin ehrenamtlich, zum Teil bis heute, in der Flüchtlingshilfe. Darunter auch Mitarbeiter der Firma REMBE in Brilon. Aus den anonymen Medienberichten werden persönliche Schicksale bekannt. Auch das von Ahmed aus dem Irak.

Verfahrensdauer und komplizierte Strukturen der Ämter sind größter Hemmschuh einer erfolgreichen Integration von Asylbewerbern

Parallel zur Entwicklung in Deutschland beschließt die Unternehmensleitung der Firma REMBE, unkompliziert und nachhaltig etwas zu tun. Bedingung: Direkte Hilfe vor Ort, um der Region und den dort lebenden Asylsuchenden zu helfen. Neben Sachspenden wie Laptops werden Praktika vermittelt. Ahmed aus Bestwig nimmt das persönliche Angebot der Firma REMBE wahr und absolviert im April diesen Jahres ein 6-wöchiges Praktikum in der Produktion des Unternehmens. Die Sprach- und Verständigungsbarrieren werden durch die Unterstützung von Kollegen überwunden. Das Praktikum verläuft sehr gut. Ahmed wird von den REMBE®-Mitarbeitern herzlich aufgenommen und integrierte sich schnell. Seit Oktober beschäftigt REMBE in Brilon Ahmed dauerhaft als Produktionsmitarbeiter und freut sich über die gelungene Einbindung ins Berufsleben, die allerdings mit einigen Anstrengungen durch die behördlichen Vorgaben verbunden war. Dauer der Verfahren und die komplizierten Strukturen verschiedener Ämter in der Zusammenarbeit sind wohl größter Hemmschuh einer erfolgreichen Integration der Asylbewerber.

Aber laut REMBE Produktionsleiter Friedhelm Kesting steht in diesem Fall unterm Strich ein Gewinn für alle: Gelebte Integration und gleichzeitiges Entgegenwirken des Fachkräftemangels (vor allem im ländlichen Regionen).

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here