Stadthalle Olpe: Momente eines Lebens

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Christoph Soldan Klavier

Theater und Musik in der Stadthalle ist ganz normal, ein Abend mit Tanz dagegen eher ungewöhnlich. Und so wird der Abend mit Christoph Soldan (Klavier) und seiner Frau Stefanie Goes (Tanz) in doppelter Hinsicht zu etwas besonderem. Am 20. Oktober um 20 Uhr in der Stadthalle wird der bisherige Auszubildende der Stadt Olpe, Martin Telsnig, mit dem Abend „Momente eines Lebens, Pas de Deux für Tanz und Klavier, seine Abschlussprüfung bei der IHK zum Veranstaltungstechniker ablegen. Der Titel des Abends passt also auch zum Thema Prüfung. Dass er sich dabei diese Veranstaltung gewählt hat, lag vor allem an der Möglichkeit hier sein ganzes bisher erlerntes Können abzurufen. Und das ist bei einer Veranstaltung die Musik und Tanz verbindet erforderlich.

Christoph Soldan und seine Frau Stefanie Goes betreiben im Süden Deutschlands ein kleines Theater und bieten aus dem eigene Repertoire verschiedene Stücke an. Christoph Soldan ist dabei neben dieser Tätigkeit vor allem gefragter Konzertpianist und dürfte dem Olper Publikum nicht zuletzt aus seinem Gastspiel zum Neujahrskonzert 2015 mit der Kammersinfonie Stuttgart.

In dieser abendfüllenden Choreographie für Tanz und Klavier wird die Geschichte eines Lebens erzählt. Christoph Soldan begleitet seine Frau dabei mit bekannten Stücken, die zur Choreographie sorgsam ausgewählt wurden, wie Schumanns „Kinderszenen“, Chopins Etüden f-moll opus 25, 2 und cis–moll opus 25,7, Arvo Pärts: “Variationen für Arinuschka” und “für Alina” oder Arnold Schönbergs Klavierstück opus 11, 3.

Der erste Akt beginnt mit dem wie aus einem Traum erwachenden kindlichen Menschen, der zuerst spielerisch und dann vor Lebenserwartung und Freude sprühend seinen Weg beginnt. Im zweiten Akt bewegt der Lebenskampf mit aller Sehnsucht und Schwere, Trauer und leidenschaftlichen, schrillen Verzweiflung den Menschen. Der geläuterte Mensch, zeitlos schwebend und am Ende seines Lebens fast wieder kindlich zuversichtlich, schließt den Kreis im dritten Akt. Das Ende ist ein mutiger Schritt und somit ein Anfang. Die Stuttgarter Zeitung schreibt über die Uraufführung des Werkes: „ Mit den Elementen des klassischen Balletts, des Modern Dance und der Pantomime gelingen Stefanie Goes tiefgreifende Aussagen zur Lebensphilosophie, jeweils ausgezeichnet begleitet von Christoph Soldan. Die Sprache des Tanzes und der Musik werden dabei zu einem Gesamtkunstwerk vereint.“

Christoph Soldan Stefanie Goes Klavier Tanz

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