Auf Eslohe-Wenholthausen fiel die Wahl der diesjährigen Mitgliederversammlung des Sauerländer Heimatbundes. Viele helfende Hände aus den verschiedenen Vereinen hatten dieses möglich gemacht. Für Abkühlung in der Schützenhalle sorgten gekühlte Getränke und ein interessantes Programm.

Vorsitzender Elmar Reuter berichtete in seinem Tätigkeitsbericht aus dem letzten Jahr: Die Vorstellungen sich auch in andere Organisationen und Vereinigungen einzubringen und zugleich – mit ihnen – das Sauerland voranzubringen, hat den Verein dazu veranlasst, als Gründungsmitglied dem neuen Zweckverband Naturpark Sauerland-Rothaargebirge beizutreten und ebenso dem Förderverein Musikbildungszentrum Südwestfalen in Bad Fredeburg. Finanziell unterstütze man auch das Projekt Wege zum Leben – Spiritueller Sommer. Kritisch sieht man im Sauerländer Heimatbund das Thema Windenergie. Der Widerstand gegen Standorte, die das Landschaftsbild beeinträchtigen, sei nach wie vor vorhanden. „Viele Verfahren sind noch im Fluss oder kommen erst noch auf uns zu“, mahnte Elmar Reuter.DSC_0862

Es folgte ein Kurzvortrag der Volkskundlichen Kommission für Westfalen (LWL). Dr. Jutta Nunes Matias und Dr. Thomas Schürmann erläuterten das Projekt „Netzwerk Heimatarchiv“. Interessante Überlieferungen existieren überall. Ziel ist es diese Bestände zu erfassen und in Archiven, die dann der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, zusammenzuführen. Zunächst will man sich auf die Bestände der örtlichen Heimatvereine konzentrieren. Eine vorausgegangene Untersuchung von 58 zufällig ausgewählten Orten hatte ergeben, dass hier noch großer Bedarf besteht. Wie man vorgehen kann, konnten Interessierte am Samstag Nachmittag in einem Workshop ganz praktisch erfahren.

Ein interessanter Festvortrag schloss sich an: Detlef Lins, Geschäftsführer des „Naturpark Sauerland-Rothaargebirge“ berichtete von der Gründung im letzten Jahr und von seiner Arbeit. Der Naturpark ist der zweitgrößte in Deutschland und entstand aus dem Zusammenschluss der Naturparke Ebbegebirge, Rothaargebirge und Homertgebirge. Erst kürzlich erzielte man den ersten Preis bei dem Wettbewerb Naturparke 2018. Das wäre ohne die Bündelung der Ressourcen nicht möglich gewesen, ist sich Lins sicher. Die Siegprämie in Höhe von 300.000 Euro bringt die Region auf jeden Fall weiter folgende Ziele zu erreichen:
− Naturschutz- und Landschaftspflege
− Erholung und nachhaltiger Tourismus
− Umweltbildung
− nachhaltige Regionalentwicklung
Näheres erfährt man auf der Internetseite www.npsr.de

Wie üblich hatten die Mitglieder noch die Gelegenheit zu Exkursionen in die Region. Auf dem Programmplan standen die Besichtigung der Firma Ketten Wulf in Kückelheim, das Dampf-Land-Leute Museum in Eslohe und ein Rundgang durch Wenholthausen mit Besichtigung der „Heilig-Kreuz“ Kapelle auf dem Eibel und Spaziergang durch die Wenneaue.

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