Die Restaurierung des Südflügels ist das nächste große Projekt des Fördervereins. Damit wird sich das „Gesicht“ der ehemaligen Klosteranlage auch an der Sauerlandstraße / B7 erheblich wandeln und verschönern. Es sind umfangreiche Maßnahmen geplant, um diesen weiteren Teil des Gebäudekomplexes für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Eine großzügige Spende

Anne van den Broek-Nolte
Sie hat die großzügige Spende möglich gemacht: Anne van den Broek-Nolte

Dies wird möglich durch eine sehr großzügige Spende der van den Broek-Nolte-Stiftung in Höhe von 1,5 Millionen € aus dem Nachlass der im letzten Jahr verstorbenen Anne van den Broek-Nolte. Anne van den Broek-Nolte – eine gebürtige Bredelarerin, die viele noch aus der Zeit des ehemaligen „Hotel Nolte“ kennen – war immer sehr mit dem Kloster verbunden und hat den Kontakt in ihre Heimat trotz des Wohnsitzes in den Niederlanden nie verloren.
Kurz vor ihrem frühen Tod verfügte sie die Bereitstellung der außergewöhnlich hohen Summe für den neuen Bauabschnitt. Diese Mitteilung wurde am 07.07.2016 von ihrem Witwer Dirk van den Broek nun auch offiziell überbracht.

Mit großem Dank wird der Förderverein Kloster Bredelar e.V. dieses Geld verwenden, um im Gedenken an Anne van den Broek-Nolte aus dem maroden Gebäudeteil einen nutzbaren und ansehnlichen „neuen Südflügel“ entstehen zu lassen. Hierbei soll vor allem Wert auf eine sensible Mischung aus erhaltenswerten und modernen Anteilen gelegt werden.

Erste konkrete Pläne und eine eigens gegründete Gesellschaft

Für den Umbau wurde eigens eine Gesellschaft gegründet: die Kloster Bredelar Bau gGmbH und erste konkrete Pläne – die viel versprechen – gibt es schon. Auf dem Sockelgeschoss des ehemaligen Südflügels wurden nach dem zweiten Weltkrieg eingeschossige Aufbauten errichtet. Diese Aufbauten stehen nicht unter Denkmalschutz und belasten durch ihre Konstruktionspfeiler die noch vorhandenen Kreuzgewölbe.
Erfreulicherweise hat sich das bauzeitliche Sockelgeschoss des Südflügels mit seinen Kreuzgewölbekonstruktionen vollständig erhalten und soll seinen alten Glanz wieder bekommen. Es ist geplant, die Aufbauten der Nachkriegszeit zu entfernen und durch eine Ausstellungshalle in Stahlglaskonstruktion zu ersetzen.

Kloster Bredelar
v.L.: Luzia Stuhldreier und Andreas Hesse (Vorstand Förderverein Kloster Bredelar e.V. und Bau gGmbH), Eckhard Lohmann (Architekt), Anne Degenhardt (Vorsitzende des Fördervereins), Dirk van den Broek, Marita Veith (Geschäftsführerin Begegnungs- und Kulturzentrum Kloster Bredelar) und Markus Pape (Vorstand Förderverein) vor dem Südflügel in seinem heutigen Zustand

Bevor der Abbruch der bestehenden Gebäude erfolgen kann, werden zunächst die angrenzenden Pavillonwandflächen, Kreuzgangenden und Bodenflächen freigelegt.
Erwartet werden hier spannende Hinweise auf das Niveau und die Gestaltung der ehemaligen Eingangshalle sowie die Höhenlage des Kreuzganges im erstenGeschoss. Die weitere Planung wird sich an den Ergebnissen der Bauforschung orientieren, um die wertvolle Bausubstanz des Südflügels zu erhalten und sichtbar zu machen.

Fertigstellung im Mai 2018 geplant

Es ist und bleibt also spannend im Kloster Bredelar. Der Förderverein freut sich sehr auf das weitere Projekt, das einen großen Meilenstein in der Restaurierung der ehemaligen Klosteranlage/Theodorshütte setzen wird. Der geplante Baubeginn ist Mitte 2017, die neue Ausstellungshalle mit den beeindruckenden Maßen von 36 m Länge x 15 m Breite und 9,30 m Höhe soll im Mai 2018 fertig sein.

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