Mit dem E-Bike zum berühmtesten Panorama der Dreissigerjahre im Kreis Olpe

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WOLL Sauerland Radtour

Unsere WOLL-Radtour geht in dieser Ausgabe ein wenig ins Gebirge. Eine Ausfahrt von etwa 50 Kilometern, die mit dem E-Bike wirklich leicht und entspannt in vier Stunden zu schaffen ist, wenn man sich etwas Zeit lässt.

Start in Attendorn

Wir beginnen in Attendorn und fahren ab der Aral-Tankstelle vor dem Wassertor über den Radweg an der Bigge hinauf bis zum Damm. Dort ist nach den umfangreichen Bauarbeiten des letzten Jahres wieder alles in Schwung gebracht worden. Gut hat uns am Dammende in Richtung Olpe das neu angelegte Aussichtsplateau mit vielen Holzsesseln gefallen, von dem aus man einen fantastischen Blick über das imposante Bauwerk hat. Der Weg folgt dem Seeufer und erreicht schon bald den neuen Spielplatz am untersten Schiffsanleger, auf dem bei gutem Wetter eine Menge los ist. Dann steigt die Route langsam an bis zur Sicht auf die Vogelinsel und fällt anschließend hinab zum Kraghammer Sattel. Wir folgen dort der Straße über den Radweg bis auf den Kopf und biegen dort links ab auf den malerischen Uferweg, der oberhalb des im See untergegangenen Listernohls zum Schnütgenhof führt.

Vorbei an den neuen Attraktionen am Sonderner Kopf

Nun geht’s über beide Doppelstockbrücken bis zum Kreisverkehr über dem Sonderner Kopf, um dort nach links abzubiegen und hinunter bis fast ans Seeufer zu fahren, wo wir auf Höhe des Eingangs zum Campingplatz nach rechts abbiegen. Hier kommen bald die neuen Spaß- und Sport-Attraktionen ins Bild, die in dieser Badesaison bestimmt für sehr viel Frequenz sorgen werden.

Nach Umrundung des Sonderner Kopfes erreichen wir den Uferweg am Schiffsanleger und fahren durchs Dorf hinauf bis an die Kapelle von Hanemicke. Weiter steigt der Radweg an bis ans neue Dielberg-Hotel, dann fällt er bis an den Damm des Vorstaubeckens bei Stade, den wir in Richtung Rhode überqueren, um direkt danach links abzubiegen auf den Biggesee-Randweg der anderen Seite. Steil geht es hier bergan bis zu einer schönen Aussicht über das im See versunkene Niederstenhammer.

Vom See in den Laubwald

Nach einer kleinen Pause radeln wir den Berg hinunter nach Kessenhammer und folgen dem Radweg an der Rhoder Hauptstraße in Richtung Repetal und Helden. Der Biggesee endet am Damm bei Haardt. Dann noch am Vorstaubecken vorbei bis Bremge – hier nun biegen wir nach links ab und fahren den Berg hinauf bis Bürberg, was mit dem E-Bike überhaupt kein Problem ist. Vor einigen Jahren wurde der Weg frei gemacht, um von Bürberg auf die Höhe bei Berlinghausen zu radeln. Dabei verschwindet der Weg für mehrere Hundert Meter im dichten Laubwald, eine der vielleicht schönsten Strecken im Kreis Olpe.

Auf der Höhe angekommen, kreuzen wir die K17 und fahren bis hinauf auf den Hofkühl, um von dort über Rieflinghausen ein wunderbares Panorama zu genießen. Übrigens findet man exakt diesen Blick bereits in Fotobänden zu Westfalen in den 1930er-Jahren. Dort taucht Rieflinghausen als Muster-beispiel eines schönen Dorfes im Sauerland auf. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Dann geht es bergab

Eine Schussfahrt hinunter, dann quer durch die Ortschaft und geradeaus wieder hinaus in die Felder Richtung Mecklinghausen. Bald schon fällt der Weg noch einmal, dann kommen wir beim Hotel Schnepper heraus. Rechts davon führt unsere Route nun durch die Greens des Golfplatzes im Repetal, bevor wir das Romantikhotel Platte erreichen, wo man bei herrlichem Wetter gut in der Gartenwirtschaft einkehren kann. Anschließend folgen wir dem perfekt ausgebauten Radweg das Repetal hinunter bis nach Röllecken, wo wir hinter dem letzten Haus auf der linken Seite hinauf in Richtung Silbecke und Dünschede fahren. Folgen wir diesem Weg, ohne irgendwo abzubiegen, dann erreichen wir bald den schönen Dorfplatz von Dünschede, queren ihn, fahren bergauf zum Ziegenberg und bleiben immer auf dem Weg, bis wir wieder im Wald verschwinden.

Endspurt

Die Strecke folgt nun dem Kamm zwischen Repe- und Biggetal. Nach einigen Kilometern liegt direkt eine Wanderschutzhütte am Weg, am „Roten Kreuz“, wie es genannt wird. Dort kreuzt der uralte Weg von Attendorn nach Helden. Wir biegen genau hier ab nach rechts und erreichen nach einiger Talfahrt den Parkplatz direkt vor der Burg Schnellenberg. An dessen Ende geht es links steil hinab bis zum alten Schnellenberger Hospital und von dort noch einen Kilometer weiter bis zur Aral-Tankstelle in Attendorn an der Biggebrücke, wo unsere Radtour begonnen hat.

Es ist eine beschauliche Ausfahrt, falls man ein ordentliches E-Bike zur Hand hat. Nach gemütlichen drei Stunden und etwa 50 Kilometern kommt man am Start in Attendorn wieder heraus.

von A. Gandras [Text/Fotos]
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