Auf Radtour im Sauerland … – nicht immer eine Freude

Erfahrungsbereicht von Andreas Krämer

Ich fahre seit meiner Kindheit mit dem Fahrrad und wohne seit sechs Jahren im bergigen Schmallenberg. Meine Radtouren unternehme ich derzeit mit einem Hercules Hobby Eingangrad (Singlespeed) und komme flott mit dem Fahrrad zu meinen Zielen, doch bisweilen ist das Radfahren auf bestimmten Streckenabschnitten meiner Fahrten nicht immer ein Vergnügen.

Meine Radtouren führen mich regelmäßig in mein altes Heimatdorf Elspe, rund 22 Kilometer von Schmallenberg und ca. 80 Minuten Fahrzeit entfernt.

Auf der Hinfahrt wähle ich den Weg über Wormbach, Bracht, Brenschede und Oedingen. Der Streckenabschnitt nach Felbecke bis nach Bracht hat leider keinen Radweg und führt direkt an der Hauptstrasse entlang. Das gefährliche Stück hat zwar nur eine Länge von rund 3 Kilometern, doch wenn LKWs, Autos und Motorräder im schnellen Tempo an einem vorbeirasen, steigt mitunter die Angst hoch. Zum Glück waren die Fahrer der Kraftfahrzeuge und Motorräder bislang immer rücksichtsvoll und nichts ist passiert. Doch eines Tages könnte es passieren, dass ein Fahrer/in zu schnell ist, mich oder jemand anderen nicht rechtzeitig sieht und direkt ins Krankenhaus katapultiert.

Mein Rückweg führt mich stets über Theten, Meggen, Altenhundem, Kickenbach, Störmecke und Lenne zurück nach Schmallenberg. Der riskante Streckenabschnitt ist von Milchenbach nach Lenne, der rund 2 Kilometer lang entlang der Hauptstrasse B236 führt. Ein unebener Radweg oder zumindest Feldweg scheint bei Hundesossen zu existieren, der entlang der Lenne führt, jedoch nur landwirtschaftliche Fahrzeuge geeignet ist. Der Feldweg (nach der Brücke) könnte theoretisch als ein Radweg gekennzeichnet werden. Die Fahrt entlang der B236 ist echt kein Vergnügen, vor allem wenn LKWs, Busse und Autos im hohen Tempo knapp an einem vorbeirauschen.

Lob und Kritik

Ich finde den Ausbau der Radwege im Sauerland erstklassig, doch die genannten zwei gefährlichen Streckenabschnitte sollten zugunsten der Sicherheit von uns Radfahrern entschärft werden. Die Orte im Sauerland sind dank der stark ausgebauten Radwege mittlerweile gut erreichbar. Eine Entschärfung der riskanten Abschnitte würde ich begrüßen. Nach meiner Meinung würde es schon reichen, wenn die gefährlichsten Teilbereiche der Streckenabschnitte mit einem „Kurzradweg“ ihren „Schrecken“ verlieren würden. Von den Radwegen würde die heimische Gastronomie profitieren.

Mehr zum Thema: Radwege im Sauerland unter www.sauerlandradring.de

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