Balve. „Ein kleines Stück erfüllter Sehnsucht nach Lebensfreude“, so beschreibt der Johann-Strauss-Biograf Richard Specht die Musik des Walzerkönigs. Und genau dies verspricht die „Große Wiener Konzertnacht“ zu der die Festspiele Balver Höhle und die Stadt Balve am 10. Juni einladen: Ein Abend voll lebenslustiger, heiterer und stimmungsvoller Musik. In der Balver Höhle leben die Glanzzeiten der österreichischen Hauptstadt wieder auf und entführen das Publikum ins kaiserlich-königliche Wien des 19. Jahrhunderts.
Begleitet vom Johann Strauss Ensemble München unter der Leitung von Markus Elsner präsentieren die großartigen Solitsten Sieglinde Zehetbauer und Anton Klotzner Höhepunkte aus dem Schaffen Johann Strauss‘, wie den Frühlingsstimmenwalzer, den Kaiserwalzer oder die Tritsch Trasch Polka. Neben diesen mitreißenden Klassikern werden der Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater) sowie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Josef Lanner, Franz Schubert und Johannes Brahms zu hören sein, die alle ebenfalls in der Donaumetropole lebten und hier bedeutsame Werke schrieben.

Sieglinde Zehetbauer, Sopran
Sieglinde Zehetbauer, Sopran

Sieglinde Zehetbauer, Sopran
Sieglinde Zehetbauer studierte am Mozarteum in Salzburg Operngesang sowie Lied- und Oratoriengesang. Seit 2005 begeistert sie bei Konzerten und Opern im In- und Ausland, wie etwa beim Rosenfestival Rosenheim, beim Internationalen Opernfestival Gut Immling, im Gasteig München oder im Festspielhaus von Erl. Neben den Rollen der Sylva und der Stasi aus Kálmáns „Die Csárdásfürstin“, der Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und der Göttin Diana in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ gehören auch die Partien der Micaela in Bizets „Carmen“ und der Pamina in Mozarts „Die Zauberflöte“ zum vielfältigen Repertoire der Sopranistin. Ein besonderes Anliegen ist ihr außerdem die Unterstützung von Hilfsbedürftigen, weshalb sie sich auch bei Benefizprojekten engagiert.

 Anton Klotzner, Tenor
Anton Klotzner, Tenor

Anton Klotzner, Tenor
Anton Klotzner wurde in Meran geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt im Fach Waldhorn. Nach einem Studium für Bauingenieurwesen an der TU München schloss er neben seiner Berufstätigkeit als Brückenbauingenieur ein Privatstudium für Gesang bei Hans Wilbrink und Hartmut Elbert an. Außerdem besuchte er Meisterklassen bei William Reimer und Kurt Widmer. Seit 1998 trat er in verschiedenen Opernproduktionen auf, zunächst in der Stimmlage Bariton, im Jahr 2002 wechselte er ins Tenorfach. Zu seinem Repertoire gehören u. a. die Rollen des Hermes in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, des Herzogs in „Rigoletto“ und der Ismaels in Verdis „Nabucco“, des Don Ottavio in „Don Giovanni“ und des Tamino in „Die Zauberflöte“ von Mozart sowie des Alfred und des Eisenstein in „Die Fledermaus“ von Strauss und des Tassilo in „Gräfin Mariza“ von Kálmán. Eine rege Konzerttätigkeit bei Opern- und Operettensowie bei Kirchenkonzerten führte den Tenor um die ganze Welt.

Markus Elsner, musikalische Leitung
Markus Elsner wurde in München geboren und studierte Klarinette bei Hubert Hilser und Dirigieren bei Ulrich Weder. Weiterführende Studien erfolgten bei Edwin Scholz und Jorma Panula. Bei Engagements am polnischen Teatr Wielki Lodzs, an der ukrainischen Nationaloper Lviv, am Freien Landestheater Bayern und bei zahlreichen Tournee-Produktionen erarbeitete er sich ein Repertoire von mehr als 30 Opern. Markus Elsner setzt sich intensiv für zeitgenössische Musik ein und dirigierte zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. Seit 2006 leitet er das Ensemble Zeitsprung München, seit 2011 auch die Tage der Neuen Musik Bamberg. Er arbeitete mit Komponisten wie Rodion Shchedrin, Wilfried Hiller und Boris Tishchenko zusammen. Mit dem orpheus ensemble münchen sammelte er Erfahrungen in der Interpretation von Barockmusik auf historischen Instrumenten. Gastdirigate und Tourneen führten ihn nach Polen, Österreich, Bulgarien, Italien, in die Ukraine und quer durch ganz Deutschland. Markus Elsner wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, im Jahr 2009 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis. Außerdem erhielt er das Richard-Strauss-Stipendium der Stadt München, das Richard-Wagner-Stipendium, den Merkur Förderpreis, den tz-Rosenstrauss des Jahres und das Musikstipendium der Stadt München. Zwischen 2008 und 2009 war er Stipendiat im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.

Neuerung

Eine Neuerung ist die Kooperation mit dem Restaurant „Zur Höhle“. Dort bietet das Restaurantteam vor dem Konzert von 18 bis 20 Uhr ein Wiener Buffett zum Preis von 15,50 € an. Dazu sind Reservierungen in der Geschäftsstelle der Festspiele Balver Höhle, Garbecker Str. 5, in Balve notwendig. Wiener Spezialitäten im rustikaleren Ambiente bietet der Festspielverein auf dem Höhlenvorplatz an.
Tickets für die „Große Wiener Konzertnacht“ gibt es (Telefon: 02375 – 1030, Onlineshop: www.festspiele-balver-hoehle.de) zu folgenden Preisen: 1. Rang 43 Euro (Abendkasse 46 Euro), 2. Rang 38 Euro (AK 41 Euro), 3. Rang 27 Euro (AK 30 Euro). Bitte an warme Kleidung oder Decke denken.

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