Das eigene Webprojekt – lohnt sich ein eigener Webserver?

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Das eigene Webprojekt ist für viele mit jeder Menge Arbeit verbunden. Insbesondere Selbstständige und Jungunternehmer, die kaum IT-Kenntnisse besitzen, müssen sich zahlreiche Fähigkeiten erst aneignen, um die optimale Website zu gestalten. Für all jene, die sich noch in der Planungsphase befinden, spielt auch die Frage nach dem richtigen Server eine entscheidende Rolle.

Einen eigenen Server aufsetzen oder doch lieber mieten?

Eine wichtige Entscheidung ist die, ob man einen komplett eigenen Server nutzen oder lieber einen Server mieten möchte. Für Computerlaien und Unternehmen, die über nur wenige IT-Spezialisten verfügen, ist ein komplett eigener Server allerdings meist die schlechtere Wahl. Zum einen wäre da der Kostenfaktor: Allein die Anschaffung der notwendigen Hardware ist überaus kostspielig. Zudem ist bei jungen Unternehmen die Zahl der Seitenbesucher noch nicht sehr hoch – so zahlt man viel Geld für einen leistungsstarken Server, den man noch gar nicht auslasten kann. Sollten zudem über den eigenen Server Schadprogramme verbreitet werden, schützt Unwissenheit nicht vor Strafe. Im schlimmsten Fall drohen dann rechtliche Konsequenzen.

Doch bietet ein eigener Server auch viele Vorteile:

  • Leistung: Da man den Server nicht mit anderen Anwendern teilen muss, kann man dessen volle Leistung nutzen, wovon insbesondere die Performance der Website profitiert.
  • Flexibilität: Was die Konfiguration des Servers betrifft, hat man absolute Freiheit und muss nicht aus vorgefertigten Paketangeboten wählen. Man entscheidet selbst, welche Skriptsprache und Datenbanken man nutzt. Von dieser Freiheit profitiert allerdings nur, wer sich mit den oben genannten Bereichen gut genug auskennt.
  • Unabhängigkeit: Der Server ist down und Sie machen über Tage Verluste, weil keine Bestellungen mehr über ihre Website eingehen? Mit einem eigenen Server kann das nicht passieren, denn so sind Sie nicht darauf angewiesen, dass Sie über die Service-Hotline Ihres gemieteten Servers endlich den richtigen Ansprechpartner finden.

Von den oben genannten Vorteilen profitieren jedoch in erster Linie Anbieter von großen Portalen mit sehr hohem Besucherandrang. Kleinere Unternehmen sind mit einem gemieteten Server besser beraten.

Welche Arten von Servern kann man mieten?

Eine Pauschalantwort, welche Art von Server man nutzen sollte, gibt es nicht. Vielmehr sind die Art des Unternehmens, die geplante Servernutzung, die eigenen Prioritäten und die Zahl der Zugriffe entscheidend. Möchte man einen Server mieten, findet man bei den bekannten Providern eine große Auswahl geeigneter Lösungen. Der große Vorteil bei gemieteten Servern ist, dass die Anbieter in der Regel auch für einen professionellen Support sorgen. Die populärsten Serverarten stellen wir im Folgenden kurz vor:

  • Dedicated Server: Ein Dedicated Server bietet alle Vorteile eines komplett eigenen Servers, da die Hardware nur von Ihnen genutzt wird. Andere Kunden haben darauf keinen Zugriff. Man unterscheidet zwischen einem Dedicated Root Server, bei dem die Konfiguration und Sicherheitsupdates vollkommen in Ihrer Verantwortung liegen, und einem Dedicated Managed Server, bei dem der Support des Anbieters sich um Wartung und Updates kümmert.
  • Virtual Server: Ein Virtual Server wird durch die Aufteilung eines physischen Servers in mehrere Mini-Server erstellt. Vorstellen kann man sich das wie ein Hochhaus mit einzelnen Zimmern. Er lässt sich schnell einrichten und ist in der Regel verhältnismäßig kostengünstig. Bei dieser Art von Servern sollte man vor Vertragsabschluss jedoch darauf achten, ob der Anbieter Leistungsgarantien vergibt, sonst kämpft man mitunter mit einer schwachen Performance.
  • Cloud-Server: Bei Cloud-Servern nutzt man in der Regel keine fest an einen bestimmten Kunden oder eine Kundengruppe gebundene, physische Hardware. Stattdessen setzt sich der Server aus verschiedenen virtuellen IT-Ressourcen zusammen, die hinsichtlich der Rechenleistung und Speicherkapazität flexibel angepasst werden können. So kann man schnell auf sich verändernde Anforderungen reagieren. Allerdings ist Cloud-Computing prinzipiell an keinen bestimmten Ort bzw. an ein Land gebunden. Wer mit sensiblen Daten hantiert, muss sich daher vorab genau informieren, welche Datenschutzgesetze für den jeweiligen Anbieter gelten.Bildrechte: Flickr Server room Toekild Retvedt CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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