Damit Sundern bunter wird

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Damit Sundern bunter wird
Überreichung des Nutzungskonzeptes vor den Vereinsräumen im Lockweg: (v. l.:) Bürgermeister Brodel, Vorsitzender Mahir Shahin, Kerstin Weitemeier vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und Vorstandsmitglied Aynur Cakirhan.

Die alevitische Gemeinde mit Sitz in Sundern plant ein Kultur- und Begegnungszentrum und sucht dafür geeignete Räumlichkeiten sowie gemeinnützige Vereine als Kooperationspartner. „Das ist ein Schritt in die Zukunft“, erklärt Bürgermeister Ralph Brodel anlässlich einer Pressekonferenz in den Vereinsräumen. „Damit wird Sundern weiter wachsen und schafft zusätzliche und immer wichtiger werdende soziale Ankerpunkte für unsere bunter werdende Stadt.“ Dass die jetzigen Räume im Lockweg zu klein sind zeige, wie stark und lebendig die alevitische Gemeinschaft des HSK ist, der rund 350 Personen angehören.

Die Aleviten sind eine eigenständige Glaubensgemeinschaft innerhalb des Islams, die eine liberale Islamauffassung vertreten. Die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie der Respekt vor Andersgläubigen, der sich auch darin zeigt, dass Aleviten keine Missionierung kennen, sind wichtige Grundsätze. „Alle Menschen sind gleich“, wies Mahir Sahin, Vorstandsvorsitzender des Vereins, auf die Sichtweise der Glaubensgemeinschaft hin. Der Verein „Alevitische Gemeinde Hochsauerlandkreis Kultur- und Cemhaus e.V.“ kann in diesen Jahr auf sein 10-jähriges Bestehen zurückblicken und ist der einzige im HSK. „Es ist eine wirklich gute Idee, ein solches Zentrum hier in Sundern zu errichten und nicht irgendwo im Sauerland“, so Brodel.

Geplant ist eine soziale Begegnungsstätte, in dem sich über kulturelle Grenzen hinweg Kinder- und Jugendarbeit, Beratungsnetzwerk, Seniorenbegegnung und Kulturveranstaltungen verbinden. Darüber hinaus wird die alevitische Gemeinde die Möglichkeit haben, ein Gebetshaus (Cemhaus) zu betreiben. Konzeption und Finanzierung wurden bereits zusammen mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband entwickelt. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück oder Gebäude innerhalb des Stadtgebietes gestaltet sich allerdings als schwierig. „Es braucht ein Dach“, so Bürgermeister Brodel. „Wichtig ist, dass wir Angebote bekommen. Für mich würde sich ein Herzenswunsch erfüllen, passende Räumlichkeiten zu finden. Ich unterstütze das Projekt aus tiefster Seele heraus“.

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