Werthmann Werkstätten – mittendrin statt nur dabei

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Lächelnd steht Janine Hess neben Werkstattleiter Andreas Mönig und blickt sich im Seminarraum um. Dieser ist voller Schüler und interessierter Erwachsener, die einen Blick in ihre Arbeitswelt werfen möchten. Gleich wird sie, zusammen mit einigen Kollegen, auf der Führung durch die Werkstatt dabei sein und interessierten von ihrem Arbeitsalltag berichten.

Insgesamt sind es so viele, dass wir in drei Gruppen aufgeteilt werden. Ich gehe mit Dirk Schürmann mit, dem Abteilungsleiter der Werkstatt in Attendorn und der Abteilung eXtern. Letztere kümmert sich darum, Mitarbeiter der Werthmann Werkstätten in externen Firmen unterzubringen, wenn es ihre Fähigkeiten erlauben. Mit acht Beschäftigten hat das bereits geklappt.

Zu Beginn zeigt Andreas Mönig einen Imagefilm zu den Werkstätten, die in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest jeweils eigene Niederlassungen haben und zum Caritas-Verband Olpe gehören.

Die Werkstatt in Attendorn hat vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Je nach Fähigkeiten und auch nach erforderlichem Training werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeteilt. So sind diejenigen, die vor allem ihre motorischen Fähigkeiten trainieren müssen, z.B. für das Aufsetzen von Ringen auf kleine Schrauben eingeteilt. Komplexere Aufgaben gibt es aber auch, etwa das Verpacken fertiger Produkte oder die Arbeit an den Maschinen.

„Wichtig dabei ist, dass man jeden Arbeitsschritt zeigt, statt ihn nur zu erklären.“, so Dirk Schürmann. „Manchmal muss man sich auch einfach hinter die Mitarbeiter stellen und ihnen die Arbeitsschritte direkt zeigen.“ Dabei gibt es so manche Arbeit, an der sich der Leiter selbst versucht und doch seine lieben Probleme hatte. In der Lackiererei etwa merkte er schnell: „So einfach ist das gar nicht, da braucht man Fingerspitzengefühl.“

Löblich ist vor allem die gute Zusammenarbeit untereinander. Betreuer und Mitarbeiter arbeiten eng zusammen und führen generell ein freundschaftliches Verhältnis. Auch bei der Gestaltung hat man in den Werkstätten auf schöne Details, Bilder und helle Räume geachtet.So macht das Arbeiten sichtlich Spaß.

Die Werthmann Werkstätten übernehmen sowohl die Aufgaben des Arbeitgebers als auch die der Betreunng. Zwei Krankenschwestern kümmern sich um die Schwerst- und Mehrfachbehinderten, von denen auch einige immerhin zwei Stunden am Tag einfache Arbeiten verrichten dürfen. Dieser Bereich wird im übrigen bald noch erweitert werden.
Eine weitere Sache, die sich die Werthmann Werkstätten zur Aufgabe gemacht haben, ist die Freizeitgestaltung. Es werden – je nach Gusto -Gruppenbeschäftigungen wie Schwimmen, Fußball, Singen und Musizieren angeboten.

Nicht zuletzt ist auch die lebenslange Weiterbildung gesichert. Jeder Mitarbeiter der Werkstatt beginnt mit einem dreimonatigen Praktikum und absolviert daran anschließend eine zweijährige Ausbildung, die an seine jeweiligen Fähigkeiten angepasst wird. Nach der Ausbildung werden weitere Kurse angeboten, z.B. der Staplerführerschein, Computer- und Erste-Hilfe-Kurse, der Fahrradführerschein und Verkehrssicherheitsskurse. Das Lernen hört auch nach der Ausbildung nicht auf.

Wer Interesse daran hat, sich die Werkstätten ebenfalls von innen anzusehen, hat am 19. Mai 2016, ab 19 Uhr noch einmal die Gelegenheit dazu. Um vorherige Anmeldung wird gebeten:

Tel.: 02722/9210
info@caritas-olpe.de

weitere Infos: www.werthmann-werkstaetten.de

 

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