Als am vergangenen Samstag der Musikzug Attendorn auf dem Alten Markt das erste Platzkonzert des Kreismusikfestes eröffnete, ging es rund um das St. Ursula Gymnasium lange nicht so entspannt zu. Viele Musiker aus Orchestern der Region sammelten sich auf den Fluren und in den Klassenräumen um im Forum zum Wertungsspiel anzutreten. Es wurde sich eingespielt, einige schwierige Stellen noch einmal zur Sicherheit geübt oder noch schnell ein Blick in die Noten geworfen. Auch bei den Musikern vom Musikzug Heggen war die Anspannung deutlich zu spüren. Seit vielen Wochen hatte man sich intensiv auf das Wertungsspiel in Attendorn vorbereitet. „Die Vortragsstücke wurden in den Proben bis ins Detail immer wieder geübt bis wirklich jeder Ton sitzt.“ berichten die Musiker stolz.

Mit den Stücken, die vorgetragen wurden, hat sich der Musikzug für keine leichte Auswahl und eine große Herausforderung entschieden um die Wertungsrichter Renold Quade, Thiemo Kraas und Werner Hoffmann zu beeindrucken.

Die „First Suite in Eb“ von Gustav Holst ist eines der ersten und auch wichtigsten Werke für die Besetzung des Blasorchesters. Das Stück ist maßgeblich für die Entwicklung der konzertanten Blasmusik im 20. Jahrhundert mitverantwortlich.
Die Komposition „Nostradamus“ wurde im Anschluss vorgetragen. Otto M. Schwarz beschreibt in diesem Werk das Leben und die Prophezeiungen des berühmten Arztes und Wahrsagers Nostradamus in beeindruckender Art und Weise mit musikalischen Bildern.

Man traf sich bereits zwei Stunden vor Beginn um sich einzuspielen, die Instrumente zu stimmen und „Feinjustierungen“ vorzunehmen. Um 16:00 Uhr war es dann soweit. Die Musiker hatten Platz genommen und die Jury war eingetroffen. Die ebenfalls anwesenden Zuhörer erlebten einen Musikzug Heggen in Höchstform. Mit beiden Stücken boten die Musiker Ihrem Publikum ein musikalisches Feuerwerk. „Jeder Ton war genau da, wo er hingehört“ resümiert Dirigent Mathias Pfläging. Die Erleichterung und Zufriedenheit war dem musikalischen Leiter und seinen Musikern nach dem Vortrag deutlich anzumerken. „Das war eine großartige Leistung und hat uns als Orchester ein großes Stück nach vorne gebracht.“ so Pfläging weiter.

Nachdem die Instrumente und Noten wieder sicher verpackt waren sammelte man sich erneut im zuvor bezogenen Klassenraum. Diesmal jedoch nicht um zu üben oder in den Noten zu blättern, sondern um das Ergebnis der Jury abzuwarten. Endlich war es soweit: Dirigent Pfläging betrat, begleitet vom Vorstand des Musikzugs, den Klassenraum Nr. 1 und verkündete freudestrahlend das Ergebnis: Mit 93,8 Punkten sicherten sich die Heggener Musiker in der Kategorie 4 (Oberstufe) zu Recht die Bestnote „hervorragend“.
Die Abendveranstaltung in der Attendorner Stadthalle bot nach der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse den angemessenen Rahmen um den hervorragenden Erfolg zusammen mit Musikern aus den anderen Vereinen ausgiebig zu feiern.
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt trotz des Erfolges nicht. Bereits in wenigen Wochen stehen die Schützenfeste vor der Tür und da möchte man selbstverständlich ein ebenso gutes Bild abgeben. Und so heißt es wieder einmal: üben, denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

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