Literatur-Festival in der Heimat der Brüder Grimm

Am Freitag, den 15.04.2016, besuchte die Jahrgangsstufe 12 der gymnasialen Oberstufe des Berufskollegs Brilon in Begleitung der Lehrerinnen Simone Ekrod, Petra Günter und Melanie Kroh eine Veranstaltung des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“ im nordhessischen Frankenberg.
Ein Schwerpunktthema der diesjährigen Veranstaltungen war dem Dadaismus gewidmet, einer revolutionär literarisch-künstlerischen Bewegung, die vor 100 Jahren während des Ersten Weltkrieges in Zürich gegründet worden ist. Ein weiteres Schwerpunktthema war selbstverständlich das Leben und Werk der Brüder Grimm, in diesem Jahr u.a. der Malerbruder Ludwig Emil Grimm. Er war ein Maler, Radierer, Kupferstecher und der kleine unbekannte Bruder der weltweit bekannten Sprachwissenschaftler und Märchensammler Jakob und Wilhelm. In seinem Tagebuch, welches nie zur Veröffentlichung gedacht war, beschrieb er bspw. die Lebensverhältnisse der Familie Grimm, seine Kindergarten- und Schulzeit und das Ende der napoleonischen Kriege. Außerdem fanden wie in den Jahren zuvor Lesungen, Lese-Dinner und Schreibwerkstätten namhafter Journalisten, Autoren und Schauspieler, statt.
Heiner Böhnke, Germanistikprofessor und Kulturredakteur des Hessischen Rundfunks, der zusammen mit Hans Sarkowicz, Germanist, Historiker und Leiter des hr2-Kulturradios, und dem bekannten nordhessischen Künstler Albert Schindehütte das Buch „Lebenserinnerungen des Malerbruders Ludwig Emil Grimm“ zusammenstellte, leitete die Veranstaltung über die prägende Figur der Romantik, die die GOS und viele andere Schulklassen besuchten. Er berichtete über spannende Entdeckungen, die er während seiner Forschungen zusammen mit seinen Kollegen gemacht hatte, präsentierte uns Ludwigs Werke und las uns aus seinem Tagebuch vor. In der anschließenden Fragerunde widmete er sich ganz den Schülern und räumte alle Unklarheiten aus dem Weg.
Insgesamt war es für die Schüler ein gelungener Tag, da die Einblicke in das Leben der Grimms höchst interessant waren und den Schülern zeigte, dass sie nicht nur Märchensammler, sondern auch wichtige Sprachwissenschaftler und prägende Figuren in Kunst und Literatur waren und sind. Alle freuen sich schon auf einen erneuten Ausflug, vielleicht zum Literarischen Frühling im nächsten Jahr.
© Jehona Percuku, GOS 12a

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