Zusatzstoff für Weihnachtsbaum-Spritzmittel wird europaweit verboten

Peter Liese und Matthias Kerkhoff: langjähriges Engagement gegen POE-Tallowamine in Pflanzenschutzmitteln erfolgreich

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Peter Liese und Matthias Kerkhoff: langjähriges Engagement gegen POE-Tallowamine in Pflanzenschutzmitteln erfolgreich Foto: Dieter Berger

„Der umstrittene Zusatzstoff für Weihnachtsbaum-Spritzmittel wird in ganz Europa verboten. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, dass die sogenannten Tallowamie, die insbesondere bei den Anwohnern von Weihnachtsbaumkulturen in der Region Protest hervorgerufen haben, zu verbieten und das Europäische Parlament hat in einer Sitzung vor wenigen Tagen das Verbot nachdrücklich unterstützt. Wir freuen uns über das geplante europaweite Verbot der Tallowamine, die in glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln als Netzmittel beigemischt werden, da wir uns schon lange für ein solches Verbot eingesetzt haben“, erklärten der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff und der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Med. Peter Liese, der auch gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) ist. POE-Tallowamine machen die Pflanzenmembran durchlässiger für den eigentlichen Wirkstoff Glyphosat und wissenschaftliche Studien gaben Anlass zu der Befürchtung, dass schädliche Nebenwirkungen dadurch verstärkt werden.

In Reaktion auf Proteste von Bürgern in der Gemeinde Bestwig gegen Pflanzenschutzmittel, die in Weihnachtsbaumkulturen in direkter Nähe zu Wohnbebauung, eingesetzt werden, hatten sich die beiden Abgeordneten für ein Verbot der Tallowamine eingesetzt. In Deutschland ist dieses Verbot schon seit einigen Jahren in Kraft, jetzt wird es auch europaweit gelten.

Auch was den eigentlichen Wirkstoff Glyphosat angeht, werden die Regeln, wenn es nach dem Europäischen Parlament geht, deutlich verschärft. Ein Vorschlag der Europäischen Kommission, die Genehmigung ohne wesentliche Auflagen für 15 Jahre zu verlängern, stieß auf Widerstand, sowohl in den Mitgliedstaaten als auch im Europäischen Parlament. Das Parlament hat mittlerweile einen Kompromiss angenommen, der vorsieht das Mittel nur für 7 Jahre und unter strengen Auflagen zuzulassen. Unter anderem soll die Verwendung unmittelbar vor der Ernte, um den Erntezeitpunkt zu bestimmen oder die Arbeit der Erntefahrzeuge zu erleichtern, verboten werden. „Wir brauchen einen ausgewogenen Kompromiss zwischen den Interessen der Landwirte und den berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger“, so Liese abschließend.

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