Zweiter europaweiter Blitzmarathon am 21. April auch im Kreis Olpe

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Wie der Minister für Inneres und Kommunales, Ralf Jäger, bereits am Montag ankündigte, findet der erste Blitzmarathon im Jahr 2016 am 21. April statt. Auch die Kreispolizeibehörde Olpe beteiligt sich wieder an der inzwischen europaweiten Kampagne gegen Raser. In der Zeit zwischen 06:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends wird die Polizei in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung schwerpunktmäßig im gesamten Kreisgebiet Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

Ziel der europaweiten Aktion ist die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr und damit die Reduzierung von schweren Verkehrsunfällen. Noch immer passieren zu viele Verkehrsunfälle, die auf zu schnelles Fahren zurückzuführen sind. Im vergangenen Jahr waren 4 getötete und 524 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer im Kreis Olpe zu beklagen. In der Vielzahl der Fälle war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache. Jeder Tote und Verletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel und bedeutet Leid und Trauer für die Menschen.

Solch ein schwerer Verkehrsunfall, der durch unangepasste Geschwindigkeit verursacht wurde und bei dem drei junge Menschen schwer verletzt wurden, ereignete sich vor zwei Jahren im Stadtgebiet Olpe. Der damals 18-jährige Autofahrer war bei regnerischem Wetter zu schnell unterwegs. In einem kurvigen Bereich verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte mit voller Geschwindigkeit von der Fahrbahn und prallte gegen eine Böschung. Der Fahrer und seine beiden damals 17-jährigen Beifahrer erlitten bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen, von denen sie sich erst nach einer langen Genesungszeit wieder erholen konnten. Wie schwer die Unfallfolgen waren, darüber berichteten kürzlich zwei Jahre nach dem Unfall der Unfallverursacher und seine damalige Beifahrerin der Polizei in einem Gespräch. Für die heute 19-jährige Frau war bei dem Verkehrsunfall das Gefühl, keine Kontrolle mehr über sich selbst zu haben, eine schreckliche Erfahrung. „Auch wenn die körperlichen Wunden längst verheilt sind, werden die seelischen uns noch eine lange Zeit begleiten.“ erklärte sie. „Ein unbedachter Moment hat mein ganzes Leben verändert und hätte es fast zerstört“, erinnerte sich der heute 20-jährige Unfallfahrer. Beide haben aus den Erfahrungen gelernt, jeder für sich selber, wie sie sagen. Daher befürworten sie auch Maßnahmen wie den Blitzmarathon, mit dem solche schweren Verkehrsunfälle verhindert werden sollen.

„Bei dem Blitzmarathon geht es der Polizei nicht darum, möglichst viele Verstöße zu ahnden. Wir wollen mit den angekündigten Geschwindigkeitsmessungen ein nachhaltiges Umdenken bei den Fahrzeugführern hin zu verkehrssicherem Verhalten erreichen, “ erklärte der Leiter der Direktion Verkehr, Erster Polizeihauptkommissar Hans-Jürgen Schüttler, in dem Gespräch mit den beiden Unfallbeteiligten. Daher werden die Messstellen beim kommenden Blitzmarathon auch wieder im Vorfeld veröffentlicht. Dabei werden überwiegend solche Messstellen ausgesucht, an denen sich schwere Verkehrsunfälle ereigneten oder die sich im Bereich von schutzwürdigen Zonen befinden. Die genauen Örtlichkeiten werden rechtzeitig vor dem 21. April bekannt gegeben.

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