Im familieneigenen Kutschenmuseum des Freiherrn von Fürstenberg- Gaugreben sind auf dem Anwesen in Bruchhausen historische Kutschen- Schlitten- und Fahrgeräte des 19.- und des beginnenden 20. Jahrhunderts ausgestellt. Dort befinden sich aus der Blütezeit der Wagenbauer verschiedene Fuhrwerke, das ist nicht nur was für Liebhaber.

Zu betrachten sind hier ein Romantikschlitten, Bayrische Schlitten mit Rädern, Gästekutsche, Hofkutsche, Bayrischer Gästeschlitten, Tiroler Bauernschlitten, kleiner Jagdwagen und Sauerländer Holzfällerschlitten bis hin zum Christkindl- Schlitten. Über viele Jahre hat der Freiherr unzählige Exponate dort zusammengetragen, die uns die traditionellen Werte der Vergangenheit anschaulich darstellen. Es wird eine einzigartige Atmosphäre geschaffen durch das Zusammenspiel von alten Werkzeugen, Holzarbeiten, Kutschen und Tierpräparaten.

Auf dieser Ausstellungsfläche, neben den Pferdeställen im Original belassenen Stall, begeben Sie sich als Besucher auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. In früheren Jahren wurden dort 42 Haflinger und ein Hengst in dem Pferdestall untergebracht. Sie erhalten einen bleibenden Eindruck vom Transportwesen der früheren Epochen und dem vielseitigen Einsatz von Pferd und Wagen. Fuhrmännisches Zubehör und andere Accessoires rund um die Pferdestärke schmücken die kleine Ausstellung, was einen Pferde- und Gespannfahrer in den Bann zieht.

Als noch Pferd und Ochse die Furche zogen
Kutschenmuseum des Freiherrn von Fürstenberg-Gaugreben, Olsberg-Burchhausen
Foto: AirStativ

Die Kutschen werden gepflegt und sind jederzeit in fahrbereitem Zustand. Alle Töchter des Freiherrn haben auch in einer der Kutschen geheiratet. Die Sammlung wurde bis zur Technisierung stets und durch die große Pferdehaltung auf dem Gut bis Mitte der 70ger-Jahre eingesetzt. Auch heute noch werden diese Exponate für Hochzeiten, Festzüge und Ausfahrten genutzt, auch auf Anfragen.

Auf weiteren Ausstellungsflächen in der alten Meierei können Besucher sich ein Bild von früheren landwirtschaftlichen Maschinen, alten Geräten und Handwerkszeug machen. Eine original aufgebaute Schuhmacherwerkstatt und viel hauswirtschaftliches Zubehör zeigen Jahrzehnte langes Leben aus vergangenen Zeiten.
Tauchen Sie ein in die „gute alte Zeit“ und erhalten Sie einen realistischen Eindruck über die Fortbewegungsmöglichkeiten der Freiherren. Restaurierte sowie gut erhaltene Einzelstücke und deren Geschichte werden Sie bei einer Führung in Ihren Bann ziehen. Das Museum ist jeden Freitag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, Gruppenführungen auf Anfrage.

von Peter Padberg

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