Drei Musiker aus Schreibershof

Annina Struve und Hugoonion holten Musikerpreis ins Sauerland

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WOLL Sauerland Hugoognion

„Als im Frühjahr 2007 Sängerin und Songwriterin Annina Struve auf einer Bühne irgendwo in Olpe den verrückten Bassisten Markus „Hugo“ Schröder traf, funkte es musikalisch und privat.“ Mit diesem Satz eröffnet die Band „Annina Struve und Hugoonion“ auf ihrer Webseite den Beginn ihrer musikalischen Geschichte. Mit Mario „Zwiebel“ Zielenbach war das Trio schließlich komplett und konnte gemeinsam ihre ganz eigene musikalische Richtung einschlagen. Am liebsten begeistert das Trio Live mit stets eigenen Liedern, die aus einer Mischung aus Funk, Rock, Latin, Blues und Soul bestehen, so die Band über sich selbst. Im vergangenen Jahr konnten die drei Vollblut-Musiker schließlich beim Deutschen Rock- & Pop-Preis in der Kategorie Funk & Soul begeistern und den ersten Platz ergrooven.

„Wir hatten nur fünf Minuten, um die Jury von uns zu überzeugen.“, erklärt Annina Struve. Die Sängerin und Gitarristin der Band hat bereits als Kleinkind eine große Verbindung zur Musik gehabt. Ihrem Lebensgefährten Hugo erging es ähnlich und so kam es schließlich zu einer Verbindung, die sich durchaus hören lassen kann. „Wir orientieren uns dabei nicht an der breiten Masse, sondern machen die Musik, die wir gerne machen.“ Musik, die die drei gerne machen, mit Themen, die den Musikern Spaß machen. Die Songwriterin bedient sich vor allem zwischenmenschlicher Stories und politischer Themen. Dabei haben sie sowohl rockige Songs wie „Don´t tell me Lies“ und „Unbreakable“ als auch sinnlichere Songs wie „No Reason“ in ihrem Repertoire. Wer Annina Struve und Hugoonion Live erleben möchte, kann das unter anderem am 10. Juli in der Stadthalle Olpe. Gegenwärtig arbeiten die Drei übrigens auch an ihrer ersten CD und haben auf ihrer Internetseite hugoonion.de ein paar Radiosongs zum reinhören eingestellt.

Und was machen die Vollblut-Musiker, wenn sie mal nicht gemeinsam im Proberaum musizieren?
Während Bassist Hugo beruflich als Elektroingenieur arbeitet, gibt Annina Gitarrenunterricht und kümmert sich um die gemeinsame Tochter, die ebenfalls das Musiker-Gen geerbt zu haben scheint. Bei ihren Schülern ist es ihr wichtig, dass es ihnen in erster Linie Spaß macht und einen Ausgleich zu dem Leistungsdruck darstellt, dem Schüler heutzutage ausgesetzt sind: „Musik ist Leben, Ausdruck und Kommunikation.“ Das beschreibt auch das Leben von Zwiebel sehr gut. Er ist Vollzeit-Drummer und macht seit seinem Klassikstudium im Schlagzeug nichts anderes mehr.

Gerne verbinden Annina und Hugo die Musik auch mit verrückten Ideen. So entstand im vergangenen Jahr der dritte musikalische Adventskalender, diesmal von der ganz besonderen Art, der auch auf der Internetseite www.rund-um-den-biggesee.de verlinkt war, in Zusammenarbeit mit den Zwillingen Jonathan und Anselmo Schmandt. Zur Erstellung des Kalenders haben sich die Musiker zusammen mit vielen anderen Mit-streitern an verschiedene Plätze im Sauerland begeben und Live „24 Liedchen bis Weihnachten“ aufgenommen, um die Weihnachtszeit fernab des Kommerzes besinnlicher zu gestalten. Auch an der Lister und an einem Kreisel in Dünschede wurden Songs „unter erschwerten akustischen Bedingungen und ohne Strom aufgenommen“, so Annina. Lachend berichtet sie auch von den Reaktionen der Passanten, etwa von einem verblüfften Rollerfahrer, der sein Gefährt aus Neugier gleich mehrfach um den Kreisel führte. Während der Arbeit an dem Adventskalender hat sich Annina jedoch nicht nur mit den Musikern der Umgebung beschäftigt, sondern gleichzeitig mit der Geschichte des Sauerlandes. Diese Infos wurden zum Teil in die Musikvideos mit eingebaut, so auch bei Türchen 13, bei dem Annina mit Hugo und zwei weiteren Musikern vor der alten Eisenbahn „Emma“ am Bahnhof in Hützemert den Song „Sentimental Journey“ spielten. Auch nach Weihnachten eine tolle Sache, die man sich bei Interesse auf Youtube nochmal anschauen kann.

Übrigens lebt und probt die Band im WOLL-Dorf Schreibershof bei Drolshagen. Was bereits jetzt klar geworden ist, ist die musikalische Ader der Schreibershofer, denn beschwert haben sich die Nachbarn wohl noch nie über die Proben, was auch mit ein Grund ist, warum Annina seit ihrer Kindheit gerne in dem Dorf lebt.hugoonion2

von D. Fischer [Text], B. Manthey [Foto] und B. Koch [Foto]

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