Virtuelles Möbellager für Arnsberg und Sundern

Möbel spenden wird digital

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Virtuelles Möbellager für Arnsberg und Sundern
Auf dem Bild zu sehen sind v.l. vorne: Tarek Jumah, Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Christian Stockmann (Vorstand Caritas-Verband Abg.-Sundern); hinten: Frank Demming (Fachbereichsleiter Caritas-Verband) und Helmut Melchert (Stadt Abg.)

Die Welt wird immer digitaler und in vielen Bereichen damit auch einfacher. Das wissen auch der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern und die Stadt Arnsberg. Zusammen mit Tarek Jumah von JUMAH.NET haben sie ein virtuelles Möbellager für den gesamten Arnsberger und Sunderaner Raum geschaffen.

Ab heute kann jeder Möbel, die er selbst nicht mehr braucht, die aber zu schade für den Sperrmüll sind, ohne viel Aufwand als Spende auf www.moebel-caritas.de ins Internet setzen. Direkt auf der Hauptseite findet sich eine Eingabemaske, in die Angaben zum Möbelstück und natürlich die Kontaktdaten des Spenders eingegeben werden. Auch Fotos sind dort ganz einfach hochzuladen. „Wer bei Facebook Fotos einstellen kann, der hat auch keine Schwierigkeiten mit unserem System“, sagt Tarek Jumah.

Wer jetzt Bedenken hat jeder X-Beliebige könne damit seine Kontaktdaten einsehen, der kann beruhigt werden. Zugang zu den Möbellisten haben lediglich einige Mitglieder verschiedener Hilfsorganisationen, die für ihre Kunden auf diesen Seiten „shoppen“ gehen können. Abholung und Transport werden ebenfalls von diesen Helfern organisiert und abgewickelt. Der Spender selber hat also keinen großen Aufwand. Sobald ein Möbelstück verteilt wurde, wird es automatisch aus der Liste genommen. „Außerdem hat der Spender die Möglichkeit einen Zeitraum festzulegen, in dem das Möbelstück  zur Verfügung steht, nach Ablauf dieser Frist wird es ebenfalls automatisch wieder entfernt“, erklärt Miriam Lutter vom Caritas-Verband.

Wer Zugriff auf die Seite und damit die Möbellisten hat, das wird in Kürze ebenfalls auf der Seite www.moebel-caritas.de veröffentlicht. Neben verschiedenen bekannten Hilfsorganisationen sind das auch die Flüchtlings-Freundeskreise der Umgebung. „Die Seite soll aber nicht exklusiv Flüchtlingen, sondern allen Menschen in prekären Verhältnissen zur Verfügung stehen“, sagt Bürgermeister Hans-Josef Vogel. „Natürlich besitzen vor allem die Flüchtlinge, die hierher kommen, keinerlei Möbel oder ähnliches, um eine Wohnung einzurichten. Aber auch viele andere Menschen haben aus unterschiedlichsten Gründen nicht die Mittel, sich neue Möbel zu leisten“, sagt Vogel. „Jeder, der es nötig hat und etwas braucht, soll über diese Seite die Möglichkeit dazu bekommen“, bestätigt Miriam Lutter.

„Wir hoffen jetzt auf viele Spender“, sind sich die Initiatoren der Seite einig.

moebel-caritas.de

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