Museum Besteckfabrik Fleckenberg
Hier wird die Wasserkraft genutzt.

Strom durch Wasser seit 300 Jahren

In Deutschland steuert die Wasserkraft laut Statista  einen Anteil von 13 Prozent zum Strom aus erneuerbaren Energien bei und bezogen auf die gesamte Stromerzeugung sind es 3,4 Prozent. Die Stromproduktion aus Wasserkraft belief sich im Jahr 2014 auf 21 Terrawattstunden, wobei die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg für einen Großteil der Wasserenergie verantwortlich sind. Basierend auf dem EEG-Gesetz wird die Wasserkraft gestaffelt bezogen auf die Leistung des jeweiligen Kraftwerks vergütet.

Die Vergütung beläuft sich mit Stand 2014 auf 10,11 Cent pro Kilowattstunde und fällt gegenüber der Solarenergie, die mit rund 31 Cent pro Kilowattstunde bezahlt wird deutlich geringer aus.

Die Wasserkraft dient seit rund 300 Jahren der Stromgewinnung, vor allem im Schwarzwald, Bayern, Sauerland, Hochsauerland und Küstenregionen wird Strom mit Wasserkraftwerken generiert. Die installierte Wasserkraftleistung der BRD liegt bei 5.595 Megawattstunden verbunden mit einem Jahresumsatz von 0,3 Milliarden Euro und ca. 12.000 Beschäftigten.

Die Stromgewinnung aus Wasserkraft hat im Sauerland seit Jahrhunderten eine bewährte Tradition, weil die Regionen unseres Mittelgebirges hohe Niederschlagsmengen aufweisen. Hunderte Wasserräder generierten Energie mit denen Mühlen und Hammerwerke betrieben wurden. In den Mühlen wurde das Getreide für Brot gemahlen und die Schmieden konnten Metalle mit ihren Hammerwerken zum Beispiel zu Besteck formen.

Museum
Besteckfabrik Fleckenberg

Beispiel: Besteckfabrik Fleckenberg und Lister- und Lennekraftwerke

Die Besteckfabrik Fleckenberg produzierte unter ihren damaligen Namen Carl Hesse KG Fleckenberg von 1938 bis 1972 qualitativ hochwertige Bestecke. Im Rahmen der Besteckproduktion wurde die Wasserkraft eingesetzt. Vor 26 Jahren im Jahr 1990 wurde die Besteckfabrik unter Denkmalschutz gestellt und das Fabrikgebäude vom Heimatverein Fleckenberg drei Jahre lang bis 2000 renoviert. Seit dem Jahr 2000 ist die Besteckfabrik als Technisches Museum der Öffentlichkeit zugänglich und bietet den Besuchern einen interessanten Einblick in die Besteckproduktion von einst basierend auf Wasserkraft.

Die Lister- und Lennekraftwerke GmbH (LLK) verfügt heute über 15 Wasserkraftwerke, wobei im Jahr 1913 an der damals neu entstandenen Listertalsperre das Wasserkraftwerk entstand, gefolgt von zwei Kraftwerken in Bamenohl und Lenhausen. Die Leistung der LLK-Wasserkraftwerke beläuft sich auf 70 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und versorgen rund 20.000 Haushalte mit umweltfreundlicher Energie. Als Stromversorger erzeugt die LLK jährlich über 350 Millionen Kilowattstunden Strom.

Die Stromerzeugung basierend auf Wasserkraft wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, weil mit ihr wie bei Solarkraft und Windenergie umweltfreundlich Strom aus natürlichen Ressourcen gewonnen wird.

Lister- und Lennekraftwerke
Biggesee und Listertalsee
Foto: http://www.flycam-sauerland.de/.

Andreas Krämer

Quellen:
http://www.ruhrverband.de/fluesse-seen/energie-aus-wasserkraft/

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