Hunderte von Millionen Euro für Straßen in Südwestfalen

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Kreis Olpe/Berlin. Am heutigen Mittwoch ist in Berlin der Weg für eine wichtige Entscheidung veröffentlicht worden. Der Ausbau der A45 und der Weiterbau der A46 werden von der Bundesregierung als wichtige Verkehrsprojekte eingestuft.

Dr. Matthias Heider, heimischer CDU-Bundestagsabgeordneter, begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Entscheidung. „Damit fließen voraussichtlich in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in den Straßenbau in Südwestfalen.“ Die gemeinsamen Anstrengungen aller Bundestagsabgeordneten aus der Region für diese maßgeblichen Verkehrsprojekte haben sich damit nach Heiders Ansicht in weiten Teilen gelohnt. Die Basis für den Ausbau bildet die Einstufung als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan. In dem Plan werden wichtige Verkehrsvorhaben und Straßenbauprojekte für die nächsten zehn bis 15 Jahre aufgeführt. Dabei legt das Verkehrsministerium eine Priorisierung fest. Die A45 erreichte dabei die Priorität „vordringlicher Bedarf“, der Bereich zwischen Lüdenscheid Nord und Hagen erhielt sogar die Priorität „vordringlicher Bedarf mit Engpassbeseitigung“.

„Der Ausbau bedeutet endlich Planungssicherheit bei unserer Verkehrsinfrastruktur“, betonte der Lüdenscheider. Für den Bereich Olpe-Süd meldete Heider noch Klärungsbedarf an. „Wir werden uns genau ansehen, warum der Ausbau um das Kreuz Olpe-Süd herum nicht als Engpassbeseitigungen eingeschätzt wurde.“ Neben den beiden Autobahnprojekten wurde auch die Ortsumgehung von Lennestadt-Bilstein mit der Priorität „weiterer Bedarf“ in die Verkehrsplanung des Bundes aufgenommen. „Die Ortsumgehung hat damit eine erste Hürde genommen“, erläuterte Matthias Heider. Die Bewertung „weiterer Bedarf“ heißt, dass es sich aus fachlicher Sicht zumindest um ein verkehrspolitisch sinnvolles Projekt handelt und es daher in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden soll. Klar sei aber auch, dass die finanziellen Mittel begrenzt seien und zunächst vorrangigere Projekte umgesetzt werden müssten.

Neben Straßen berücksichtigt der Bundeverkehrswegeplan auch Schienenprojekte. Lange hatten Industrie und Politik dafür gekämpft, dass die Ruhr-Sieg-Strecke von Siegen bis Hagen ausgebaut wird. Nun steht fest: Die Strecke wird vom Verkehrsministerium als Entlastungsroute für die Rhein-Main-Schiene gesehen und ihr Ausbau mit vordringlichem Bedarf eingestuft. Das bedeutet, dass die Tunnelprofile erweitert werden und die Strecke modernisiert wird. Durch den Ausbau können künftig auch Güterzüge mit hohen und breiten Ladungen die Strecke nutzen. Damit dies ein tatsächlicher Gewinn für die Region wird, soll gleichzeitig der Lärmschutz verbessert werden.

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