Es sind immer die Menschen, die etwas verändern – oder auch nicht

BVMW Mittelstandstreffen in Brilon motivierte Unternehmer

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BVMW Mittelstandstreffen - Brilon 2016
Motivationstreiber Chris Ley, Egger-Geschäftsführer Martin Ansorge und Gerhard Niehaus und die BVMW-Vertreter Marlies Staudt, Christoph Kloke und Peter Staudt begrüßten rund 60 intereiiserte Unternehmer und Führungskräfte zum Mittelstandstreffen bei Egger. Foto: BVMW HSK

Chris Ley hat den 1200 km langen Rhein von der Quelle bis zur Mündung auf einem Surfbrett stehend runter gepaddelt und dabei noch einen Weltrekord aufgestellt. In nur neun Tagen mit nur sechs mal 20 Minuten Schlaf am Tag hat er die Herausforderung 2013 mit seinem Team gemeistert. Auf Einladung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, BVMW e.V., Kreisverband Hochsauerland/Soest/Paderborn, nahm er in einem spannenden Vortrag im Kundenzentrum der Firma Egger rund 60 Unternehmer und Führungskräfte mit auf seine Reise.

Eine seiner wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen: Nur mit einem guten Team kann man wirklich herausragende Dinge leisten. Einem Team, das einen auch dann wieder motiviert, wenn man eigentlich schon am Boden liegt.

“Keine Angst. Bei mir gibt es kein Chaka – das ist nicht nachhaltig”, begrüßte der Neusser Motivationstrainer das Publikum. “Eigentlich wissen wir doch alle, was richtig und wichtig ist, ob zum Beispiel die Umstellung der Ernährung oder mehr Bewegung. Es happert doch immer wieder an nur einem – eben der Umsetzung.”

Und das fängt schon beim ersten von sieben Schritten an, die Ley als Komponenten für maximalen Erfolg nannte: Der Definition der persönlichen oder beruflichen Ziele. Der größte Fehler: Sich an anderen Menschen orientieren und dabei aufzuhören, selber zu denken.

Dann hat so jeder seine Strategie, die Ziele zu erreichen. Doch die ist nicht in Stein gemeiselt. “Die muss variert werden können, wenn sich die Situation ändert. Wie ein Kochrezept sollte man sie anpassen können.” Und wichtig sei es, sich Zwischenziele zu setzen, um Außergewöhnliches zu umschiffen.

Wesentlich ist die körperliche Verfassung und damit die Frage, wie erreiche ich für einen ganzheitlich gesunden Körper eine maximale Gesundheit und Fitness? Dabei geht es um die richtige Ernährung, das Aufladen der “Akkus”, aber auch um ein optimales Sexleben.

“Wie gehe ich mit Rückschlägen und Niederlagen um, wie entspanne ich in Streßsituationen?” Jeder kann mit geeigneten Methoden lernen, negative Gedankenmuster aufzulösen, schlechte Gedanken zu kontrollieren und in Positive umwandeln. Womit es vom Geist zur Seele geht, um die Kraft des positiven Denkens auch zu nutzen. Mit der richtigen Kommunikation kann jeder einzelne Vorbild für andere werden und diese für eine Idee begeistern.

Die Kraft des Willens zum Erreichen des Erfolgs verlangt es, die Komfortzone zu verlassen, Ausreden zu vergessen und leidenschaftlich ins Handeln zu kommen.

Um seine Methodik bildlich zu verdeutlichen, reflektierte Ley immer wieder Situationen aus den Tagen vor Erreichen des Weltrekords als anschauliche Beispiele.

Dankbar sein für die schönen Dinge

Gegenwind gibt es immer wieder, aufgeben lohnt nicht – einfach eine Pause machen, bis der Wind weg ist, war eines seiner Beispiele. “Unternehmer müssen in gute Teams investieren, aber auch den Erfolg genießen und den Fokus auf tolle Dinge richten, den Negatives gibt es ständig in den Nachrichten”.

“Seien Sie dankbar für die schönen Dinge – uns geht es doch gut”. Sein Tipp: Steine sammeln und jeden für eine Sache benennen, für die man dankbar ist. Und sich immer wieder dessen bewusst machen.

Martin Ansorge, Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung bei Egger, verglich den Weg zu Leys Weltrekord mit der Führung eines – und auch konkret seines – Unternehmens. “Man steht im wahrsten Sinne des Wortes nicht immer stabil auf dem Brett. Es gibt stürmische Gewitter, aber auch ruhigere Zeiten”.

Rückblickend auf 27 Jahre Egger in Brilon mit 1050 Mitarbeitern, einem Umsatz von 350 Mio. Euro pro Jahr (2.2 Mrd. in der Gruppe) und 500 Mio. Euro Investitionen seit Gründung, reflektiert Ansorge: „Es sind immer die Menschen, die im Unternehmen etwas verändern – oder auch nicht.“

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