Schüler berechnen CO2 Emission der Schule

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Zwei Klassen aus Stufe 9 des Städtischen Gymnasiums Schmallenberg ermittelten im Rahmen eines Erdkundeprojekts den Energieverbrauch des Schulzentrums und zogen eine CO2 Bilanz des Gymnasiums.

Zuerst begannen die Schülerinnen und Schüler einen repräsentativen Anteil aller gymnasialen Schüler nach ihren Fahrgewohnheiten und Strecken auf ihrem Schulweg zu befragen. Ergänzend wurden auch die Lehrer befragt. Außerdem wurden Werte zum Strom- und Gasverbrauch sowie der eingesparten Energie durch die schuleigene Photovoltaikanlage von der Stadtverwaltung beigesteuert. Zusätzlich bezogen die Schüler den CO2 Ausstoß, der durch den gewaltigen Papierverbrauch der Schülerschaft und Schulverwaltung entsteht, mit ein. Danach wurden alle Werte bezüglich der Schüler und Lehrer auf die Gesamtzahl von 612 Schülern und 45 Lehrern hochgerechnet, sodass nach anschließender Addition der Ergebnisse eine jährliche CO2 Emission von circa 480 bis 560t festgehalten wurde.

Interessant ist, dass sämtliche Lehrkräfte der Schule durch ihre Fahrten zum Dienst genauso viel CO2 emittieren wie die Hälfte der Schülerschaft.
Trotz dieser hohen Werte ist das Schulzentrum dennoch recht umweltschonend, was durch eine CO2 Ersparnis des Stromanbieters von 80% ermöglicht wird. Diese und weitere Ergebnisse sind in Form einer großen Pinnwand mit anschaulichen Diagrammen, Tabellen und Erklärungen im Foyer des Gymnasiums ausgestellt. Interessierte können somit mehr über die Energieeffizienz unserer Schule erfahren und ebenso die Ergebnisse bestaunen wie die Teilnehmer am Projekt.

Für die Zukunft lässt dazu sich festhalten, dass die Schule immer umweltschonender wird. Beispielsweise werden Elternbescheide online per E-Mail und nicht als Brief versendet, Kurzmitteilungen erreichen Schüler direkt auf das Smartphone und Vertretungspläne werden über Monitore sowie das Smartphone gezeigt.

Weitere Verbesserungsmöglichkeiten sahen die Projektteilnehmer in der solaren Nutzung der riesigen, günstig nach Süden exponierten freien Dachflächen des Schulzentrums und einer Modernisierung der Beleuchtung.

Schulleiter Bertold Zeppenfeld zeigte sich von den Ergebnissen der Berechnungen beeindruckt. „Bei diesem Projekt geht es nicht nur um die Nachhaltigkeit unserer Schule, sondern um die Zukunft unseres Planeten.“ sagte Zeppenfeld im Interview mit Schülern des Projekts und ermutigte sie, ihre Verbesserungsvorschläge auch dem Bürgermeister der Stadt Schmallenberg zu unterbreiten.

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