Stimmen der Teilnehmer zur 1. Sauerland-Klassik

Kaum zu glauben, ist echt schön hier...

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Die 1. Sauerland-Klassik von Anfang Oktober 2015 ist Geschichte. Über 100 Teams aus ganz Deutschland waren nach Südwestfalen angereist, um drei Tage lang mit ihren teils sehr seltenen Oldtimern unsere Mittelgebirgslandschaft bei herrlichstem Wetter zu entdecken. Initiator Peter Göbel hatte mit seiner Familie und eingespielten Freunden und Mitarbeitern einige der schönsten Strecken unserer Heimat ausgewählt, um sie mit einem perfekten „Roadbook“ erfahrbar zu machen. Um es vorweg zu nehmen – die 1. Sauerland-Klassik war ein riesiger Erfolg mit zahllosen Zuschauern an der gesamten Strecke. Allein das legendäre Rallye-Gespann Walter Röhrl und Christian Geistdörfer im originalen San-Remo-Porsche zog viele Freunde des Motorsports in seinen Bann.

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Alles gut gelaufen! Peter Göbel mit seiner Mutter Christa beim Zieleinlauf der Hansestadt Attendorn.

Allerdings hatte Peter Göbel einige Schwierigkeiten im Vorfeld zu meistern – oft traf er auf eine gewisse Skepsis, was den Nutzen im Gegensatz zum amtlichen Aufwand für unsere Region anging. „Das sind verständliche Sorgen, der Laden muss schließlich laufen“, wie sich der Sauerländer Wahl-Stuttgarter im Nachklang erinnert. Allerdings war diese Sorge tatsächlich unbegründet. Und so soll nun einmal Florian Schwaab zu Wort kommen, der über die 1. Sauerland-Klassik in der aktuellen November-Ausgabe der „Oldtimer-Markt“ berichtet hat. Mit gut 530.000 Lesern ist sie die größte Oldtimer-Zeitschrift Europas. Er schreibt dort: „Ich muss ehrlich gestehen, das Sauerland war für mich bisher ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte.“ Schwaab erläutert dann einige Details zu seinem Einsatzfahrzeug, einem Opel Kadett C Coupé GTE von 1977, dann gerät er regelrecht ins Schwärmen: „Dass der agile Hecktriebler im Land der tausend Berge eine ausgezeichnete Wahl ist, zeigt sich schon bald nach dem Start in der Hansestadt Attendorn. (…) Links und rechts tauchen kleine Bilderbuchdörfer und immer wieder Seen mit imposanten Sperrbauwerken auf. Kaum zu glauben, ist echt schön hier. Fast wähnt man sich gar in die heile Welt einer akribisch aufgebauten Modelleisenbahnanlage hineinversetzt, so unwirklich wirkt die Umgebung auf den stressgeplagten Großstädter.“

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Der Meister im Porsche 911 San Remo. Walter Röhrl hätte mit diesem Hecktriebler 1981 fast das gesamte Allrad-Feld deklassiert. Ein gebrochene Antriebswelle in deutlicher Führung vereitelte damals die Sensation.

Allerdings wurde sich nicht nur über die Landschaft gewundert. Otto Ferdinand Wachs, Chef der Autostadt in Wolfsburg, staunte über den industriellen Durchsatz unseres Standortes – von wegen nur Modelleisenbahn, auch die Hardware kann sich sehen lassen, wie die Wolfsburger anerkennend erfahren konnten: Südwestfalen ist einer der kraftvollsten Mittelstandsstandorte der gesamten Republik. Selbst Unternehmer aus der Schweiz, wie Georg Weidmann, CEO von Swissvax, zeigte sich von der Landschaft beeindruckt, die er unter die Räder seines Mercedes 300 SL Flügeltürers nahm, mit dem er kurzzeitig sogar in Führung des Gesamtklassements gelegen hatte. Ähnlich begeistert zeigte sich dann auch Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, der klipp und klar sagte, dass ihn der Wettbewerb nur zweitrangig interessierte; zu sehr habe ihn die Landschaft unseres Sauerlandes in den Bann geschlagen.

Dieses Credo tragen die Teilnehmer der ersten Auflage nun bis zum nächsten Jahr in die Welt hinaus. Dazu kommt die Versteigerung eines englischen Ford Cortina, dessen Fahrer, der bekannte Kabarettist Urban Priol, für den guten Zweck auf die Heimfahrt verzichtet hat. Der Erlös von über 7.000 Euro kommt der heimischen Initiative „Kinder im Aufwind“ zugute, die sich um Benachteiligte auf dem ganz kurzen Dienstweg engagiert – welch krönender Abschluss eines durch und durch gelungenen Wochenendes im Sauerland. Aber wen wundert das wirklich? Mit Oldtimern im Land der Automobilzulieferer – was sollte da schief gehen?

von A. Gandras [Text/Fotos] und PlusRallye [Fotos]

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