Der Alt-Audi-Stammtisch Sauerland hat Benzin im Blut

Vier Räder mit vier Ringen

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WOLL Sauerland Audi
Gerd Aderhold, Michael Gipperich, Susanne Aderhold und Martin Kramer gehören zum "harten Kern" der Alt-Audi-Freunde im Sauerland.

August Horch, der berühmte Konstrukteur, war stinksauer! In seiner eigenen Automobilfabrik in Zwickau warf er die Brocken hin und gründete ein neues Unternehmen, um den Vorstand loszuwerden. Allerdings durfte er seinen eigenen Namen nicht mehr benutzen, weil der im alten Werk ja besetzt war. Kurzerhand übersetzte er Horch ins Lateinische. Der Imperativ von „audire“, dem Hören, ist „Audi!“, entsprechend der deutschen Befehlsform „Horch!“. 1909 hat sich das zugetragen. 1928 wurde Audi von DKW übernommen, 1932 ging die Firma gemeinsam mit Horch und Wanderer in der Auto-Union auf und der Name verschwand.

Nach dem Krieg ging DKW in den Westen und baute weiterhin Autos mit Zweitaktmotor, bis diese niemand mehr haben wollte. Der Begriff DKW indes war untrennbar mit der blauen Abgaswolke der knatternden Motoren verbunden. In Ingolstadt setzte man nun auf den Viertakter und holte den alten Namen Audi wieder hervor, um einen klaren Schnitt zu symbolisieren.

In den 1960er-Jahren kamen biedere Modelle wie Audi 60, 75 und 90 auf den Markt, um sich einen kleinen Anteil zu erkämpfen. 1969 fusionierte Audi mit NSU. Dann betrat man auch sportliches Terrain und die Legende war spätestens mit dem Ur-Quattro geboren, mit dem die Ingolstädter sogar die Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen konnten.

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Eine lustige Truppe, die viel gemeinsam unternimmt. Für weitere Freunde klassischen Blechs ist noch Platz!

Die ersten sportlichen Audis liegen auch dem Alt-Audi-Stammtisch Sauerland am Herzen. Seit 2007 trifft man sich, gern bei Steinbergs in Wildewiese. Freunde aus den umliegenden Kreisen gehören dazu: Alle vier bis sechs Wochen kommen die Freunde der vier Ringe zusammen und planen dabei so manche Aktivität. Der Besuch von Oldtimer-Messen, Rallyes und schnelle Runden auf der alten Nordschleife des Nürburg-rings gehören dazu, ebenso wie Treffen in Nah und Fern. Aber die Stammtischler haben auch selbst schon ein ordentliches Treffen organisiert: Im Frühjahr 2015 kamen in Mecklinghausen die Vereine zum Audi 80 GT/GTE- und Audi Typ 81/85-Treffen zusammen. Gerd Aderhold vom Ziegenberg in Dünschede ist mit seiner Frau Susanne von Anfang an dabei.

Seine Passion zum Audi Quattro begann bereits in der Lehre beim Autohaus Baumhoff, als die ersten dieser Wagen ausgeliefert wurden. „Dann durfte ich einen auch noch in der Fahrschule fahren“, wie er sich heute erinnert. Damit war es um ihn geschehen. „Der Fünfzylinder mit seinem ganz eigenen Sound und dazu der Allrad, den man gar nicht merkt, der aber für enorm viel Traktion sorgt, das sind die Suchtstoffe aus Ingolstadt.“

Am Tisch sitzen auch Martin Kramer und Michael Gipperich, ebenfalls echte Audi-Freaks. Schnell wird aber auch klar, dass man nicht nur auf diese Modelle fixiert ist. Auch andere Oldtimer sind herzlich willkommen. Wer Interesse an der netten Truppe bekommen hat, der kann ja mal unter www.typ85.de Kontakt aufnehmen!

von A. Gandras [Text/Fotos]

 

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