Ein Besuch der WOLL-Kinderreporter bei Sunflex in Gerlingen

Hokuspokus und klipp-klapp: Weg ist die ganze Glaswand!

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WOLL Sauerland Kinderreporter
Die WOLL-Kinderreporter im Einsatz bei Sunflex in Gerlingen: Victoria, Tommes, Lina und Jakob, dahinter Herausgeber Markus Frey, Unternehmer Ernst Schneider und Medienberaterin Simone Klüser.

Stellt euch vor, ihr habt eine große Wand aus Glas. Und wenn die Sonne scheint, dann könnt ihr die, Hokuspokus und klipp-klapp, einfach verschwinden lassen!

Was ganz einfach klingt, ist eine ziemlich knifflige Sache, wenn man mal genau hinsieht. Und das haben wir gemacht, bei Sunflex in Gerlingen, im Industriegebiet Auf der Mark. Die Firma ist ganz leicht zu finden. Wenn man über die Autobahn kommt, dann steht die große blaue Glasfassade des neuen Bürogebäudes am Kreuz Olpe-Süd praktisch auf dem Präsentierteller!

Ernst Schneider hat den Betrieb vor fast 40 Jahren von seinem Vater Eduard übernommen, der ihn 1963 gegründet hatte. 1976 war das, da wurden mit zwei Mitarbeitern noch Rollläden und Markisen gebaut, in einer Mini-Halle in Altenhof. Ernst Schneider machte sich damals bald schon Gedanken. Rollläden, das war ja ganz o.k., aber man müsste etwas haben, das man noch nicht überall bekommen konnte. Damals kamen die ersten Wintergärten auf, verglaste Räume, wie es sie an den großen Villen der Jahrhundertwende schon gegeben hatte, in Erinnerung an die „Orangerien“ der alten Schlösser. Das war die Idee!

Als einer der ersten Anbieter in Deutschland konnte Ernst Schneider bald eine Nische ausfüllen, die den kleinen Betrieb sehr schnell wachsen ließ. Bevor er aber weiter nach vorne streben konnte, musste erst noch der Meistertitel nachgeholt werden, weil er nach dem Tode seines Vaters mit 23 Jahren ja direkt die kleine Firma übernommen hatte. Bald durfte er sich Rolladen- und Jalousiebaumeister nennen. Und dann ging es aber richtig rund: Wintergärten, mit Rahmen aus Holz und Aluminium, schließlich mit Isolierglas – und auch hier war Ernst Schneider seiner Zeit voraus. Aber was wäre, wenn man diese Glaskonstruktionen auch großflächig öffnen könnte, am besten mit zwei Fingern, obwohl die einzelnen Elemente eigentlich sehr schwer sind? Ein Faltschiebetüren-System sollte es sein. Das gab es damals nur bei einem Anbieter. So eine Art Ziehharmonika aus Glas. Bei Sonnenschein, – Sun – eine flexible Wand – flex: So wurde „Sunflex“ geboren, im Frühjahr 1986.

Ernst Schneider tüftelte an immer neuen Ideen. Spezielle Scharniere mussten herbei, Griffe, Rollen, Winkel, Stifte, Führungen … Und das geht so bis heute. Benjamin Klein aus der Konstruktion erklärt uns dazu, dass es mehrere Hundert verschiedene Einzelteile gibt, die ganz speziell für Sunflex hergestellt werden!
Die Faltschiebetüren wurden schnell ein riesiger Erfolg und Ernst Schneider zog bereits 1988 mit der Fertigung nach Friesenhagen in die ehemalige Halle von Elektro Berker. Dann renovierte er in Wenden das Wette-Gebäude gegenüber der Kirche und zog mit Büro und Ausstellung in diesen schönen Altbau mit Stuckfassade. Immer neue Ideen kamen dazu und die Produkte verkauften sich international, bis heute übrigens, denn 80 Prozent der Fertigung gehen in den Export. 2003, 2004 schließlich wurde es auch in Friesenhagen zu klein. Sunflex baute ganz neu und zog 2005 im Frühjahr nach Gerlingen, wo seither immer weiter expandiert wird. Soeben wird das neue Verwaltungsgebäude fertig.

Inzwischen gibt es auch Tochtergesellschaften rund um den Globus. Sunflex Asia zum Beispiel auf Cosa Muy in Thailand, in Dubai, Durban und Kapstadt, aber auch im mexikanischen Puebla.

Und so werden Ernst Schneider und seine Söhne bestimmt noch manches interessante Produkt auf den Markt bringen. Schiebe-Systeme, Schiebe-Dreh-Systeme, Falt-Schiebe-Systeme und Horizontal-Schiebe-Wand-Systeme, die eines miteinander verbindet: Das ebenso schnelle wie kinderleichte Öffnen und Schließen ganzer Wände. Das gefällt uns natürlich ganz besonders. Ernst Schneider muss schmunzeln. „Wenn es Euch gefällt, dann könnt Ihr ja später mal hier anfangen. Wir bilden nämlich auch aus. Kaufleute, Metaller, Technische Zeichner und Lageristen.“ Und mal ehrlich, im Paradies von Cosa Muy auch mal ein paar Wochen zu arbeiten, das ist doch was, woll!?

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