Tag des Butterbrotes am 26. September

Ran an die Kniften

0
WOLL Sauerland Butterbrot
Josef Heer aus Kirchveischede hat mit seiner historischen Landwirtschaft den Umweltpreis der Stadt Lennestadt erhalten.

Wir Deutschen sind die Weltmeister der Brotvielfalt. Man muss nur einmal aus dem Ausland wieder nach Hause kommen und das erste Mal einen ordentlichen Bäckerladen im Sauerland betreten, um diesen kulinarischen Unterschied zu erleben. Das deutsche Brotregister führt rund 2.700 unterschiedlichen Sorten auf. Das ist natürlich mit einer großen Tradition verbunden. Angestrebt wird deren Aufnahme in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes.

Am 26. September nun ist offizieller Tag des Butterbrotes, weshalb wir uns mal etwas näher mit unserem „täglich Brot“ beschäftigen möchten.
Im Wesentlichen besteht unser Brot noch immer aus dem, woraus es seit Anbeginn bestanden hat, dem Getreide. Josef Heer aus Kirchveischede baut auf einem Feld den Roggen ganz nach altem Vorbild an. Für dieses Projekt „Historische Landwirtschaft“ wurde er mit dem Umweltpreis der Stadt Lennestadt ausgezeichnet. Neben Dinkel und Einkorn ist der Roggen auf unseren kargen Mittelgebirgsböden das „Urkorn“ gewesen. Ausgeklügelte Düngermischungen begünstigen heute Weizen und Gerste, aber der historische Acker bleibt frei von jeglichem Kunstdünger. Bei der Ernte wird ein Selbstbinder mit dem Pferd gezogen, der aus dem Fundus des Heimatmuseums in Grevenbrück stammt. So verhält es sich auch mit dem Dreschkasten, in dem der Roggen von der Spreu getrennt wird. Nun wird es etwas kompliziert, denn für den nächsten Schritt bedarf es einer Mühle, wie sie früher allerorten zu finden war. Heute sind das einige wenige Großbetriebe für Verfahrenstechnologen, aber am Möhnesee gibt es noch einen mittelständischen Mühlenbetrieb, der von Müller-meister Andreas Romberg in der vierten Generation geführt wird. Der Fachmann definiert seine Aufgabe so: „Die Aufgabe des Müllers ist die optimale Trennung von Mehlkern und Schale.“ So sieht man es wohl technologisch, jenseits des alten Klapperns am rauschenden Bach … 22.000 Tonnen Weizen, meist aus der Soester Boerde, werden jährlich in der Romberg-Mühle verarbeitet, das reicht für rund sechs Millionen Brötchen.

WOLL Sauerland Butterbrot
Filialleiterin Stephanie Schettulat zeigt die große Auswahl an Brotspezialitäten in König´s Brot in Attendorn.

Nach intensiven Qualitätskontrollen landet das Mehl schließlich beim Bäcker, zum Beispiel bei König´s Brot in der Attendorner Fußgängerzone, gegenüber der Sparkasse. Seit 1928 wird von der Familie König Brot gebacken, mittlerweile liegt das Geschäft nach Emil, Otto und Georg in den Händen von Ralf König in der vierten Generation. Längst ist die Bäckerei in Attendorn vor allem auch als Café beliebt, in dem köstlich-knusperfrische Backwaren zu einer Auswahl bester Kaffees angeboten werden. Ob Kuchen, Teilchen oder auch herzhafter Snack – und natürlich, wenn gewünscht, auch der Klassiker, das Butterbrot, das am Freitag, 26. September, offiziell gefeiert wird. Dazu hat König´s Brot sich etwas Besonderes einfallen lassen: ein reichlich belegtes Butterbrot inklusive eines Heißgetränks nach Ihrer Wahl für nur 3,95 Euro.

König´s Brot hat stets rund 30 Sorten Brot frisch im Regal, dazu immer wieder viele Spezialitäten. Fragen Sie einfach mal nach: Das freundliche Team an der Kölner Straße wird Sie gerne beraten.

Fotos: Dave Ewett und Achim Gandras

WOLL Magazin Biggesee Ausgabe 7 aus der Druckerei von FREY PRINT + MEDIADiese und weitere interessante Geschichten lesen Sie in der Herbst-AUSGABE 2014 unseres Magazins
WOLL – RUND UM BIGGESEE UND LISTERSEE

 

Das Magazin liegt in vielen Verteilstellen Geschäften, Gastronomiebetrieben, Banken, Sparkassen, Bäckereien und in den Rathäusern rund um den Biggesee aus und ist kostenlos erhältlich.

Eine Übersich der Verteilstellen finden Sie unter woll-magazin.de

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here