Der Kreis Olpe trauert um Elsbeth Rickers

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Der Kreis Olpe trauert um eine seiner wichtigsten politischen Persönlichkeiten der Nachkriegszeit. Elsbeth Rickers aus Wenden, ehemalige Landtagsabgeordnete und Initiatorin zahlreicher caritativer Einrichtungen, starb am 20. September im gesegneten Alter von 98 Jahren.

Elsbeth Rickers vor einigen Jahren auf der Wendener Tierschau.
Elsbeth Rickers vor einigen Jahren auf der Wendener Tierschau.

Als Kriegswitwe, der Mann Leutnant Karl Rickers seit 1945 im Osten vermisst, kam sie mit zwei Kindern aus Leipzig zurück in die Heimat und engagierte sich als Krankenschwester bald in den ehemaligen Baracken für die Zwangsarbeiter, in denen Hunderte von Flüchtlingen einquartiert waren. Mit Hilfe ihres bald politische Engagements ermöglichte sie die ersten öffentlich geförderten Kindergärten in ganz Nordrhein-Westfalen. In Zeiten, in denen Frauen in öffentlichen Ämtern durchaus Seltenheit hatten, verstand sie es, sich für ihre sozialen Anliegen mit echter Zähigkeit durchzusetzen, immer das Ziel vor Augen.

Bleiben werden die Elsbeth Rickers Stiftung, der Verein Mutter-Kind-Hilfe mit dem Haus Aline in Olpe oder auch der Verein zur Förderung der Altenhilfe in Wenden.

Elsbeth Rickers wurde ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Päpstlichen Ritterorden des Hl. Sylvester.

Eine besondere Dokumentation zu dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit verdanken wir dem St. Ursula-Gymnasium in Attendorn: http://sowi.st-ursula-attendorn.de/tp/tprick01.htm

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