Pastor Calabrese über die Schützenvereine

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WOLL Sauerland Iseringhausen
Beim Antonius-Marsch singt der Geistliche kräftig mit.

Beim Iseringhauser Schützenmarsch, sonntags nach den Ehrungen, singt er kräftig mit. In den Festzügen bildet er im schwarzen Outfit den Kontrast zu den Schützen. Und wenn es gewünscht ist, hebt Pastor Antonio Calabrese auch schon mal den Taktstock und dirigiert den Musikverein.

Aus seiner Verbundenheit zu den St. Antonius-Schützen macht der Geistliche keinen Hehl und er hat mit den Schützen im Iseringhauser Grund kreisweit ein Alleinstellungsmerkmal: An beiden Festtagen findet ein Schützenhochamt statt. „Am Sonntag etwas besser besucht als am Montag“, schmunzelt der Pastor mit den spanisch-italienischen Wurzeln. Geboren wurde Antonio Calabrese 1968 in Lippstadt. Dort machte er erste Erfahrungen mit den Schützen. Bei den dortigen ökumenischen Gottesdiensten unterstützte der Jugendliche den Pfarrer und beobachte das Schützenwesen laut eigener Aussage mit Wohlwollen. Nach dem Studium in Paderborn, einem Freisemester in Padua und der Priesterweihe im Jahr 1995 trat Pastor Calabrese seine erste Vikarstelle in Elspe an, wo die Freude am Schützenfest entfachte. Bei seiner Priesterstelle in Wanne-Eickel fehlte dem Diplom-Theologen der traditionelle Vereinsaspekt und in Lemgo war es die fehlende Anbindung der Schützen an die Kirche, auf die Antonio Calabrese ungerne verzichtete. Seit 2007 in Iseringhausen entfachte die Freude am Schützenfest erneut. „Der damalige 1. Brudermeister, Holger Lange, rief schon nach ein paar Tagen an und stellte sich vor“, blickt Antonio Calabrese zurück. Und was gefällt dem Geistlichen mit dem südländischen Charisma am Schützenwesen? „Schützen bewahren das historische Andenken. Glaube, Sitte, Heimat stehen im Mittelpunkt. Es ist auch ein Stück weit die seelsorgerische Betreuung von Männern, die inmitten der Angebote für Frauen, wie die Caritas und die Frauengemeinschaften, etwas im Hintergrund steht. Die Kritik, es wird zuviel getrunken, lasse ich so nicht stehen. Aggressivität auf den Schützenfesten habe ich hier nie erlebt.“

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Pastor Calabrese marschiert

Text und Foto: Nicole Voss

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