Vom ältesten Schreibautomaten bis zur legendären Chiffriermaschine ENIGMA…

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Das Südsauerlandmuseum Attendorn lädt zur Eröffnung einer neuen Sonderausstellung „Schreibende Maschinen – Vom ältesten Schreibautomaten bis zur legendären Chiffriermaschine ENIGMA…“ am Sonntag, 27.10.2013 um 15.00 Uhr, sehr herzlich ein.

Schreibende Maschinen - Sonderausstellung SüdsauerlandmuseumDie in der Ausstellung gezeigten Objekte stammen aus Sammlungen des Sammlerverbandes Internationales Forum Historische Bürowelt IFHB, Essen, sowie aus mehreren deutschen und internationalen Museen.

Allesschreibende Wundermaschine - Schreibapparat Friedrich von Knaus, Wien, 1760
Allesschreibende Wundermaschine – Schreibapparat Friedrich von Knaus, Wien, 1760

„Wie von Hand“ schreibende Automaten hatten „ihre Blütezeit von Mitte 1700 bis Mitte 1800. Diese in Puppen verborgenen mechanischen Apparate werden in der Ausstellung anhand von Filmen vorgestellt. Die erste bekannte Beschreibung einer Schreibmaschine stammt aus dem Jahre 1714. Die Patentschrift handelt von einer Maschine, die Buchstaben einen nach dem anderen wie beim Schreiben drucken kann, und zwar so klar und genau, dass der Text vom Buchstabendruck nicht unterschieden werden kann. Besonders hingewiesen wurde auf die Fälschungssicherheit der geschriebenen Lettern, die nicht zu löschen waren, ohne erkennbare Spuren zu hinterlassen.

Eine weitere Triebfeder war auch das Bestreben den Blinden neben dem Lesen auch das Schreiben zu ermöglichen. Ein vom englischen Ingenieur Jenkins stammender Vorläufer einer solchen Blindenmaschine ist erhalten. Telegraphen, die einen direkt lesbaren Text schreiben konnten, wie den Hughes-Schreiber, der aus den Jahren um 1860 stammt, gab es weltweit bereits in großer Zahl seit der Mitte des 19. Jh. Sie wurden im wirtschaftlichen und militärischen Verwendungszusammenhängen eingesetzt. In diesem Zusammenhang sind auch Chiffriermaschinen – wie die geheimnisumwitterte ENIGMA aus dem 2. Weltkrieg – zu nennen.

Sekretärin 1941
Sekretärin 1941

Die technische Innovation zog auch soziale Veränderungen nach sich. Die Einführung von Schreibmaschinen öffnete den Büroarbeitsplatz auch für Frauen. Die Entwicklung der Schreibmaschine erreichte schon Ende der 1980er-Jahre ihren Höhepunkt. Die teuren Spitzenmodelle waren Textverarbeitungssysteme und verfügten über einen Bildschirm, Diskettenlaufwerke und andere Massenspeicher, waren komfortabel, ergonomisch, schnell und lieferten ein makelloses Schriftbild, viel besser als die damals üblichen Matrixdrucker der bereits aufblühenden EDV.

Die Ausstellung kann noch bis zum 19. Januar 2014 besucht werden.

Südsauerlandmuseum Attendorn
Alter Markt 1
57439 Attendorn

Telefon: +49 (0) 27 22 / 37 11
Telefax: +49 (0) 27 22 / 63 19 67

E-Mail: museum@attendorn.de
Internet: www.suedsauerlandmuseum.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 11.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 15.00 Uhr
Sonntag: 13.00 – 18.00 Uhr

Hier ein paar Bilder aus der Ausstellung:

(Alle Bilder: Tom Kleine, Pressestelle der Hansestadt Attendorn)“

Facebook-Album „Schreibende Maschinen“ im Südsauerlandmuseum, veröffentlicht von Stadt Attendorn am 29.10.2013 (13 items)

Generated by Facebook Photo Fetcher 2


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