21. Citylauf in Attendorn

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WOLL Sauerland Citylauf
Wie die Sportler geben auch die Fans beim Citylauf durch Attendorns Altstadt alles.

Am 25. Mai 2013 geht es wieder „rund“ in Attendorn. Beim 21. Citylauf durch die Attendorner Altstadt nehmen die heimischen Läuferinnen und Läufer die vier Stadtwälle erneut unter ihre Laufschuhe.

Der Attendorner Citylauf ist mittlerweile mehr als nur ein Geheimtipp in der Laufszene. Egal, ob Schüler-, Jugend- und Bambiniläufe oder die Hauptläufe über 5.000 oder 10.000 Meter: Alle Wettbe-werbe sind ein Riesenspaß für die Aktiven. Und für die Zuschauer.
Andreas Ufer bringt es auf den Punkt: „Der Attendorner Citylauf ist die Gelegenheit, als Hobblyläufer Applaus zu bekommen. Und das auf jeder Runde. Wo bekommt man das sonst geboten?“ Der Vorsitzende des ausrichtenden TV Attendorn muss es wissen. Zum einen ist er selbst passionierter Läufer. Zum anderen organisiert er zusammen mit seinem Helferteam mit viel Herzblut das alljährliche Laufspektakel durch die Hansestadt.

Die Identifikation der Attendorner mit ihrem Lauf ist enorm. Auf den Stundenplänen in den Schulen steht Wochen vor dem lauf das Fach „Citylauf“ auf dem Stundenplan.

Und auch in den Attendorner Betrieben bilden sich Laufgemeinschaft und Betriebssportgruppen. So gingen allein im vergangenen Jahr knapp 80 Läuferinnen und Läufer der Sparkasse und der Stadtverwaltung als Team „Wir sind Attendorn“ an den Start.
„Für den Attendorner gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich feuere die Läufer an oder ich laufe selbst mit“, schmunzelt Andreas Ufer. Fast schon legendär ist die Stimmung an der „Partymeile“ am Nordwall, wo die Läufer alljährlich mit „Pauken und Trompeten“ angefeuert werden. Egal, wie schnell, wie groß, wie dünn oder wie alt die Läufer sind. So erhält der Laufnachwuchs aus den Kindergärten ebenso Applaus wie die erfahrenen Läufer.

Dabei ist der vom Stadtsportverband Attendorn veranstaltete Citylauf keine Frage des Alters. Mit Max Lipovnik (78) und Rudolf Hinkelmann (74) treten alljährlich zwei erfahrene Läufer an die Startlinie. „Uns gefällt die einmalige Atmosphäre in Attendorn. Man sieht so viele Bekannte am Streckenrand. Das ist ein echtes Heimspiel“, so die beiden „alten Rennhasen“.
Beim Citylauf ist also für jeden etwas dabei. Oder um es mit den Worten des unnachahmlichen Streckensprechers Uli Selter auszudrücken: „Der Citylauf in Attendorn? Das sind die perfekten Wälle!“
Für den reibungslosen Ablauf sorgen nicht nur die rund 50 Helferinnen und Helfer des TV Attendorn, sondern auch die Feuerwehrleute der Löschgruppe Listerscheid. Die Ihnetaler Brandbekämpfer sorgen in jedem Jahr mit einem Dutzend Helfern und in Zusammenarbeit mit der Polizeiwache Attendorn für die Verkehrssicherung an der Laufstrecke. Darunter ist auch Mario Hufnagel. Der gebürtige Beukenbeuler, der heute mit Ehefrau Manuela und den Kindern Gina Maria (11) und Fabio (9) in Attendorn lebt, steht in jedem Jahr in „doppelter Mission“ an den Wällen. Während der Schüler- und Jugendläufe sperrt er die Strecke ab. Danach zieht er sich um, damit er als Aktiver selbst am 10.000-Meter-Lauf teilnehmen kann.

WOLL Sauerland Citylauf
Der Citylauf Attendorn ist keine Frage des Alters. Die Schüler der Attandarra-Grundschule am Südwall freuen sich ebenso auf den Lauf um die Wälle wie die „alten Hasen“ Rudolf Hinkelmann (hinten re.) und Max Lipovnik (hinten li.). Sehr zur Freude des TVA-Vorsitzenden Andreas Ufer.

„Da man die Attendorner Wälle einfach kennt, läuft man fast wie in seinem Wohnzimmer“, beschreibt Mario Hufnagel das besondere Flair des Attendorner Citylaufs mit seinem Volksfestcharakter. Da die gesamte Familie Hufnagel Mitglied im TV Attendorn ist, wird der Citylauf auch möglichst gemeinsam in Angriff genommen.
Seinen ersten Citylauf erlebte der 40-jährige Maschinenbautechniker beim Attendorner Traditionsunternehmen Mubea vor 15 Jahren. Da allerdings als Feuerwehrmann. Seither hilft er mit. „Mit unserem Einsatz ermöglichen wir den Menschen dieses Lauferlebnis.“ In all den Jahren hat er dabei so manche Kuriosität rund um den Citylauf erlebt. Mario Hufnagel berichtet: „Der Citylauf fällt sehr oft auf den letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga. Ständig versorgen wir die Läufer mit den aktuellsten Zwischenständen.“

Einen ganz bitteren Moment erlebte der Schalke-Fan allerdings im Jahr 2001. „Für zwei Minuten durften wir Schalker uns als Meister fühlen. Dann ging der Titel doch noch an die Bayern“, spielt Mario an die berühmte „Meisterschaft der Herzen“ seiner Königsblauen an.
Kleiner Trost: für jeden Teilnehmer des Citylaufs sind ohnehin die Helfer am Streckenrand die „Meister der Herzen“.

www.tv-attendorn.de/citylauf

Heft1Diese und weitere interessante Geschichten lesen Sie in der Frühjahrs-AUSGABE 2013 unseres Magazins
WOLL – RUND UM BIGGESEE UND LISTERSEE

 

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